Januar 14 2021

Kanzlerin Angela Merkel Merkel zieht Corona-Krisengipfel vor und will Lockdown offenbar massiv verschärfen

20:35:03

Top-News zur Corona-Pandemie am 14. Januar 2021

  • Merkel zieht Corona-Krisengipfel vor )(20.00 Uhr)
  • Merkel will Corona-Lockdown offenbar massiv verschärfen (17.12 Uhr)
  • Altmaier dämpft Hoffnungen auf schnelle Erholung der Wirtschaft (13.11 Uhr)
  • Corona-Ausbruch in Fleischerei bei Köln: 55 Mitarbeiter mit Corona infiziert (12.40 Uhr)
  • Tirschenreuth vor Görlitz: Deutschlands tödlichste Corona-Regionen liegen in Bayern und Sachsen (11.44 Uhr)
  • Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise um 5,0 Prozent ein (10.03 Uhr)
  • RKI meldet 1244 Todesfälle – neuer Höchststand (6.49 Uhr)

Merkel zieht Corona-Krisengipfel vor

20.00 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das machte Merkel am Donnerstagabend in der Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU am Freitag und Samstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Einen Termin für die nächste Runde mit den Regierungschefs der Länder nannte Merkel demnach nicht.

Einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach im Kanzleramt über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht werde, wies Merkel nach Angaben mehrerer Teilnehmer zurück.

Frankreich zieht Ausgangssperre auf 18 Uhr vor

18.59 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen. Die Regelung solle ab Samstag für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. „Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen“, sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

Die Situation habe sich in den letzten Tagen stabilisiert, bleibe aber besorgniserregend, sagte Castex. Im Schnitt gebe es etwa 16 000 nachgewiesene Fälle am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Merkel will Lockdown offenbar massiv verschärfen

17.12 Uhr: Aus Angst vor den Coronavirus-Mutationen plant das Kanzleramt um Angela Merkel offenbar eine deutliche Verschärfung des Lockdowns. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Folgende Maßnahmen werden laut Bericht derzeit diskutiert:

  • Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs
  • Ausgangssperre
  • Homeoffice-Pflicht
  • Bundesweite FFP2-Maskenpflicht

Verkehrsminister Andreas Scheuer prüfe derzeit, wie die Versorgung der Bevölkerung in einem solchen Falle zu gewährleisten wäre. „Es herrscht die blanke Angst wegen der Mutation“, zitiert die Zeitung einen Teilnehmer der Kabinettssitzungen.

Dazu solle in der kommenden Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz einberufen werden. In der Regierung von Rheinland-Pfalz geht man laut Bericht von einer Verschärfung bis Ende Februar aus. Vor zwei Tagen soll es laut „Bild“-Bericht bereits ein geheimes Treffen zwischen Merkel und Gesundheitsminister Spahn gegeben haben, bei dem es um mögliche Verschärfungen gegangen sei. Die Verschärfungen sollen laut Bericht mindestens im kompletten Februar gelten.

Im Kanzleramt werde etwa überlegt, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bundesweit einzustellen. Insbesondere Merkel seien die vollen Busse und Bahnen ein Dorn im Auge, insbesondere im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr.

Einige Bundesländer würden sich zudem für eine Homeoffice-Pflicht einsetzen. Auch eine Ausgangssperre sei im Gespräch.  Der Vorstoß von Markus Söder für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht sei auch ein Thema bei den Gesprächen.

 

Angst vor Virus-Mutation: Frankreich plant Massentestungen von Kindern und Lehrkräften

16.51 Uhr: Angesichts sich häufender Fälle der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen Corona-Mutation will Frankreich massenweise Kinder auf das Virus testen lassen.“Wir haben ein Protokoll erstellt, das darauf abzielt, bis zu eine Million Kinder und Lehrkräfte im Monat zu testen, was enorm ist“, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Metz der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge. Das Virus scheine bei Kindern ansteckender zu sein. Überall dort, wo es sinnvoll sei, solle bereits ab einem Alter von sechs Jahren getestet werden.

Zuletzt waren in Frankreich immer wieder Fälle der Virus-Variante aufgetreten – etwa in Marseille und im Großraum Paris. Behörden hatten sich besorgt gezeigt und zu weiteren Maßnahmen aufgerufen.

Altmaier dämpft Hoffnungen auf schnelle Erholung der Wirtschaft

13.11 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität einen Dämpfer erteilt. Damit 2021 tatsächlich zum Jahr des Aufschwungs werden könne, müsse man jetzt „standhaft bleiben bei der Pandemiebekämpfung und dafür sorgen, dass die zweite Welle gebrochen wird.“

Altmaier: Wann das nachhaltig gelinge, könne „kein Politiker verantwortlich sagen“. Ein Kernziel der Bundesregierung sei es, „die Volkswirtschaft vor einem Substanzverlust zu bewahren“.

In der Frage, ob die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht ein Mittel ist, um Lockdown-Maßnahmen früher zu beenden, legt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nicht fest. „Einfache Antworten sind in den nächsten Tagen nicht zu erwarten“, sagte er vor Journalisten in Berlin. Diese Frage könne „von der Politik alleine“ schlecht beantwortet werden. Diese Masken könnten die Sicherheit im Handel erhöhen, betonte er. Aber die genaue medizinische und pandemische Wirkung müsse von der Politik „gemeinsam mit den Experten diskutiert und entschieden“ werden.

Corona-Ausbruch in Fleischerei: 55 Mitarbeiter mit Corona infiziert

12.40 Uhr: In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Frechen bei Köln haben sich 55 Beschäftigte mit Corona infiziert. Am 28. Dezember sei bei einer der Mitarbeiterinnen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis am Donnerstag mit. Daraufhin seien die Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft ebenfalls getestet worden. Bisher sei bei 55 Beschäftigten eine Infizierung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin.

Vor der Infektion seien die überwiegend ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in Risikogebiete gereist. Der Betrieb sei nach der Corona-Fleischwirtschaftsverordnung an strenge Hygienevorgaben gebunden. Das Gesundheitsamt habe für alle in der Produktion arbeitenden Beschäftigten eine Quarantäne angeordnet.

Renitenter Maskenverweigerer bespuckt Polizisten

12.08 Uhr: Ein renitenter Maskenverweigerer hat auf der Polizeiwache im Kölner Hauptbahnhof randaliert und Beamten bespuckt. Nach Angaben der Bundespolizei vom Donnerstag hatten Polizisten einen Platzverweis gegen den 25-Jährigen ausgesprochen, weil sie ihn nach einer Verwarnung zum zweiten Mal ohne Maske im Bahnhof angetroffen hatten. Als der Mann kurz darauf erneut ohne Mund-Nasen-Schutz dort auftauchte, wollten die Beamten ihn mit zur Dienststelle nehmen.

Daraufhin ballte der Mönchengladbacher den Angaben zufolge die Fäuste, trat mehrfach nach den Polizisten und bespuckte sie. Auch auf der Wache habe er keine Ruhe gegeben und eine Matratze zerstört. Nach dem Vorfall am Mittwochmorgen wurde er für den Rest des Tages in Gewahrsam genommen. Gegen den Mann wird nun wegen Widerstands gegen Beamte und Sachbeschädigung ermittelt.

Tirschenreuth vor Görlitz: Deutschlands tödlichste Corona-Regionen liegen in Bayern und Sachsen

11.44 Uhr: Die meisten Corona-Toten gab es in Deutschland seit Anfang Dezember. Knapp 60 Prozent, fast 25.000 Menschen, starben seitdem im Zusammenhang mit Sars_CoV-2. In einigen Regionen ist die Sterblichkeitsrate auf 100.000 Einwohner besonders hoch.

Unter den Top 5 der Landkreise befinden sich zwei bayrische und drei sächsische Landkreise. Spitzenreiter bei Corona-Toten gerechnet auf 100.000 Einwohner ist der Landkreis Tirschenreuth mit einem Wert von 252. Dahinter folgen mit Görlitz (214), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (211) und Meißen (168) drei sächsische Kreise. Auf Platz fünf liegt das bayrische Schwabach (161).

Auch bei absoluten Totenzahlen seit dem 1. Dezember liegt ein sächsischer Landkreis in den 50 Regionen mit dem höchsten Wert gerechnet auf 100.000 Einwohner ganz vorne. Insgesamt 395 Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 wurden seitdem im Landkreis Zwickau gemeldet. Auf Platz zwei folgt Meißen (295) vor dem Kreis Duisburg (207) in Nordrhein-Westfalen.

Corona-Zahlen in Österreich steigen stark: 3 510 Neuinfektionen, 53 Tote

11.26 Uhr:  Am Donnerstag sind die Corona-Zahlen in Österreich deutlich angestiegen. Mit 3510 Neuinfektionen meldete die Alpenrepublik fast 1500 mehr positiv Getestete als am Mittwoch (1917). Auch die Zahl der Toten stieg um 53 an.

Da auch die Zahl der täglichen Tests um mehr als ein Drittel stieg (um 6471 auf 25.286), könnte ein Zusammenhang mit der hohen Zahl an Neuinfektionen bestehen. Die Zahl der aktiven Fälle ging hingegen um 11,5 Prozent zurück auf 14.173 menschen.

Kretschmann glaubt an Lockdown-Verlängerung – und wirbt für „schärfere Maßnahmen“

11.16 Uhr: Der Corona-Lockdown muss nach den Worten von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann voraussichtlich über Januar hinaus ausgedehnt werden. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Stuttgart. Er will bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf dringen, dass die für den 25. Januar geplante Videokonferenz mit den anderen Ministerpräsidenten auf nächste Woche vorgezogen wird.

Kretschmann sagte, er werde sich für „weitere und schärfere Maßnahmen» einsetzen. Er verwies auf die weiter hohen Infektionszahlen und die neu aufgetretenen Virus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika, über deren Verbreitung man noch zu wenig wisse. „Wir befinden uns noch nicht in einem Abwärtstrend“, betonte Kretschmann. Auch in Baden-Württemberg seien erste Fälle der mutierten Viren aufgetreten. Man wisse noch nicht, was da auf das Land zukomme.

Kretschmann will vorsorglich schärfere Maßnahmen durchsetzen. So seien in den Unternehmen noch längst nicht genügend Mitarbeiter im Home Office. Da gebe es „Luft nach oben“, sagte er. Zuletzt hatte der Grünen-Politiker auch schärfere Ausgangsbeschränkungen ins Gespräch gebracht. „Wenn das richtig aus dem Ruder läuft, wie wir das in London oder so sehen, und wenn das Gesundheitswesen kollabiert, dann muss man drastische Ausgangssperren machen. Das ist dann das einzige Mittel, das noch wirksam ist“, hatte er am Dienstagabend gesagt.

Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise um 5,0 Prozent ein

10.03 Uhr: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Corona-Krisenjahr 2020 massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. In der weltweiten Finanz-und Wirtschaftskrise 2009 war das BIP um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Der deutsche Staat hat im Corona-Krisenjahr 2020 zudem deutlich weniger Geld eingenommen als ausgegeben. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen im vergangenen Jahr bei 4,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Erstmals südafrikanische Corona-Mutation in Hamburg nachgewiesen

09.36 Uhr: Erstmals ist in Hamburg die südafrikanische SARS-CoV-2-Mutante nachgewiesen worden. Das Virus mit der Bezeichnung SARS-CoV-2-Variante Y501.V2 sei bei einer Person festgestellt worden, die Mitte Dezember aus Südafrika zurückgekehrt sei, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Person sei am 17. Dezember nach Hamburg zurückgekehrt und in Quarantäne geschickt worden. Drei Tage später hätten sich Symptome eingestellt. „Vor Anordnung der Quarantäne bestanden offenbar keine engen Kontakte“, sagte Helfrich.

„Die südafrikanische Mutante wurde im Rahmen einer Genomsequenzanalyse im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nachgewiesen, deren Ergebnis nun vorliegt.“ Hamburg plane, künftig bei etwa fünf Prozent aller positiv auf Corona Getesteten eine solche Sequenzierung durchzuführen, um mögliche Varianten des Virus festzustellen. Auch das in Großbritannien gassierende Virus wurde in Hamburg bereits nachgewiesen. „Wir gehen bisher von Einzelfällen aus“, saget Helfrich.

Ärzteverband: Debatte über Lockerungen derzeit fehl am Platz

9.14 Uhr: Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, hält Debatten über mögliche Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen derzeit nicht für angemessen. Lockerungsszenarien seien im Moment überhaupt nicht denkbar, sagte Johna am Donnerstag dem Sender SWR2. Sie forderte zudem mehr Tests – vor allem auch auf die neuen mutierten Varianten des Coronavirus.

Es schockiere sie als Ärztin wie manche über Lockerungen diskutierten, so als ob es nur darum gehen müsste, die älteren Mitbürger richtig zu schützen und dann könne alles so weitergehen wie vor Corona, sagte Johna. In der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren seien bereits 11.000 Menschen gestorben. Als Ärztin tue es ihr weh, diese Schicksale in Kauf zu nehmen. Außerdem werde viel zu wenig über die Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion gesprochen.

Johna reagierte damit unter anderem auf Äußerungen des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner. Dieser hatte am Mittwoch im Bundestag gefordert, über Lockerungsszenarien nachzudenken, denn der derzeitige Lockdown könne schließlich nicht ewig dauern.

Sehr besorgt äußerte sich Johna über das Auftreten der neuen Virusmutationen. Da in Deutschland zu wenige Viren sequenziert, also genauer analysiert würden, wisse man bislang überhaupt nicht, wie stark sich die aus Großbritannien kommende Virusvariante hierzulande bereits ausbreite. Die Gesundheitsämter könnten aber erst dann Infektionsketten gezielt durchbrechen, wenn sie wüssten, wo die neue Virusvariante sei. Auch generell seien wieder mehr Corona-Tests erforderlich.

RKI meldet neuen Höchststand an: 1244 Menschen sterben an Coronafolgen

06.49 Uhr: Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer durch die Corona-Pandemie in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte. Der bisherige Höchstwert war am vergangenen Freitag mit 1188 Verstorbenen erreicht worden.

Laut den jüngsten Angaben des RKI stieg die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie auf 43.881. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war.

Das RKI gab am Donnerstag zudem 25.164 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 1.978.590.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.620.200. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Donnerstag 151,2. Sie lag damit leicht unter dem Wert des Vortages. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Wegen der hohen Infektionszahlen gilt noch mindestens bis zum 31. Januar in ganz Deutschland ein harter Lockdown.

„Der falsche politische Weg“: Tourismuswirtschaft lehnt Reiseprivilegien für Corona-Geimpfte ab

Donnerstag, 14. Januar, 6.18 Uhr: Die Tourismuswirtschaft lehnt Reiseprivilegien für Corona-Geimpfte derzeit ab. „Das Reisen generell zu einem Privileg für Geimpfte zu machen, halten wir für den falschen politischen Weg – insbesondere solange Impfungen nicht für alle verfügbar sind“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Denn im schlimmsten Fall würde ein Freifahrtschein per Gesundheitspass für Geimpfte ein Reiseverbot für Nicht-Geimpfte nach sich ziehen.“

Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) bezeichnete die Frage nach Vorteilen für bereits geimpfte Personen zum jetzigen Zeitpunkt als sehr theoretisch. Zum einen werde es noch dauern, bis alle Menschen, die geimpft werden möchten, auch geimpft werden könnten. „Zum anderen ist derzeit nicht geklärt, ob geimpfte Personen nicht eventuell andere Menschen anstecken können“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Grundsätzlich sei die Impfung eine „gute Nachricht und ein positives Zeichen auf dem Weg zu mehr Normalität“.

Politische Lösungen zum Reisen müssen nach Worten von BTW-Präsident Frenzel auch „die Bürger mit einbeziehen, die sich (noch) nicht impfen lassen können oder möchten“. Dafür wären Schnellteststrategien für Reisende – ohne die derzeitige Pflichtquarantäne – ein erster wichtiger Schritt. Frenzel fordert eine klare Strategie von der Politik, um das Reisen schnell wieder allen Menschen zu ermöglichen. „Die Impfungen bringen zusätzliche Sicherheit und sind deshalb ein unerlässlicher Baustein“, sagte Frenzel.



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VeröffentlichtJanuar 14, 2021 von Thomas in Kategorie "Corona-Pandemie", "Robert Koch Institut

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