März 2 2021

Corona in MV: Impfen in Priorität 2 soll ab Montag starten

Stand: 02.03.2021 14:45 Uhr

Nachdem es in Mecklenburg-Vorpommern anhaltend Probleme gab, den Corona-Impfstoff von AstraZeneca zu verimpfen, soll nun die nächste Priorität aufgemacht werden. Bisher wurden nicht alle angebotenen Impftermine auch angenommen. Insgesamt hat Mecklenburg-Vorpommern erst etwas über 4.000 Impfungen mit dem Mittel des britisch-schwedischen Herstellers an das Robert Koch-Institut gemeldet.

Dabei sollten allein am vergangenen Wochenende 12.000 neue Dosen mit dem AstraZeneca-Impfstoff geliefert worden sein. „Wir können in der Altersgruppe der U 65 mit der Priorität 2 beginnen“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) in Schwerin. Noch in dieser Woche würden durch die Landkreise die Kitas sowie Grund- und Förderschulen aufgesucht, um die Beschäftigten zu impfen. Hierfür seien mobile Teams vorgesehen, die in die Einrichtungen wie Schulen und Kitas gehen werden, so Glawe. Die Landkreise und kreisfreien Städte sollen dabei die Verteilung in den jeweiligen Einrichtungen steuern.

Haus- und Fachärzte und chronisch Kranke an der Reihe

In der Priorität 2 sind auch Haus- und Fachärzte und deren Praxispersonal. Auch Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, werden in die Priorität 2 eingeordnet. Allerdings ist dafür ein Nachweis erforderlich, den die Arztpraxen ausstellen. In jedem Fall muss telefonisch ein Termin vereinbart werden. Das ist laut Gesundheitsministerium am Montag möglich, aber Gesundheitsminister Harry Glawe betont: „Impfen gegen das Corona-Virus ist eine freiwillige Angelegenheit. Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes sieht allerdings keine Wahlmöglichkeiten für den Impfstoff vor. Wer das Impfangebot ausschlägt, muss am Ende warten.“ Gleichzeitig machte der Gesundheitsminister deutlich, dass nicht allen Berechtigten sofort ein Impfangebot gemacht werden kann. „Nach wie vor sind die Impfstoffmengen begrenzt“, sagte Glawe.

Diese Menschen zählen zur Prioritätsgruppe 2

  • über 70-Jährige
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Corona-Virus tätig sind – insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt
  • Demenzerkrankte, Personen mit COPD oder anderen ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personal der Blut- und Plasma-Spendedienste und der Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Menschen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Glawe wirbt für AstraZeneca-Impfstoff

Gesundheitsminister Glawe hat abschließend auch für den Einsatz des Impfstoffs AstraZeneca geworben. „Das ist kein Impfstoff zweiter Klasse. Im Gegenteil: AstraZeneca reduziert – wie die anderen zugelassenen Impfstoffe auch – das Risiko für schwere Covid-Erkrankungen.“ Ebenso werde das Risiko eines stationären Krankenhausaufenthaltes deutlich gesenkt. Es sei erwiesen, dass der Impfstoff eine Infektion verhindert und den möglichen Verlauf einer Corona-Neuinfektion deutlich abmildert. „Jede Impfung erhöht die Chance, die Pandemie weiter einzudämmen“, so Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU).



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VeröffentlichtMärz 2, 2021 von Thomas in Kategorie "Impfstoff & Impfungen

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