Corona-Impfgipfel berät über Nachbesserungen in MV

13. März 2021 Aus Von mvp-web
Stand: 13.03.2021 16:02 Uhr

Auf einem Impfgipfel berät die Landesregierung heute mit Kommunalpolitikern und Vertretern von Ärzteverbänden darüber, wie die Corona-Schutzimpfungen effizienter gestaltet und unnötige Wartezeiten verhindert werden können. NDR.de überträgt die Statements nach dem Treffen hier live.

Als Reaktion auf die Kritik am nachlassenden Impftempo im Land und der schlechten Erreichbarkeit der Impfhotline will Mecklenburg-Vorpommern nun nachbessern. Bei einem Treffen am Nachmittag in Schwerin mit Vertretern der Kommunen und Ärzteverbänden will die Landesregierung die Impfstrategie überarbeiten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte Probleme bei der Umsetzung der Impfstrategie eingeräumt.

Wie können Hausärzte stärker eingebunden werden?

Mit der Öffnung der Impfungen für die Kategorie zwei mit chronisch Kranken, Erzieherinnen, Lehrkräften und Polizisten sei auch die Zahl der Betroffenen stark angewachsen. Viele wollten sich schnell impfen lassen, doch fehle es an Impfstoff, so Schwesig. Auf dem Impfgipfel soll auch besprochen werden, wie Hausärzte künftig mehr in die Impfungen einbezogen werden können. Seit Wochen läuft dazu bereits ein Modellprojekt im Landkreis Nordwestmecklenburg.

Wenig Impfstoff – Schwesig warnt vor zu großen Erwartungen

Schwesig dämpfte mit Blick auf die die begrenzten Impfstoffmengen die Hoffnungen auf weitreichende Ergebnisse des Gipfels. Wie es hieß, sollen impfbereiten Hausärzten zunächst jeweils zehn Impfdosen zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie selbst und das Praxispersonal geimpft werden können. Auf diese Weise wäre sichergestellt, dass dass bis zu dem für Mitte April geplanten allgemeinen Impfstart in den Arztpraxen Infektionsschutz besteht.

MV kann im März knapp 200.000 Dosen verimpfen

Grundschullehrer und Erzieher sollen in ihren Schulen durch mobile Impfteams die Spritzen erhalten. Nach Angaben von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) stehen im März in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 190.650 Impfdosen für Schutzimpfungen zur Verfügung. Diese sollen größtenteils im Lauf des Monats eingesetzt werden, so Glawe. Lediglich von den 99.450 Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer würden 20 Prozent als Sicherheit für Zweitimpfungen zurückgehalten. Zudem stünden etwa 21.600 Dosen von Moderna und 69.900 von AstraZeneca zur Verfügung.