Juli 24 2020

Virus-Ausbruch bei TönniesErneuter Virus-Ausbruch – 20 Mitarbeiter positiv getestet

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies wurden mehr als 1.500 Angestellte positiv auf Corona getestet. Darauf folgte ein lokaler Lockdown im Kreis Gütersloh. Die Tönnies-Fabrik durfte wieder mit der Schlachtung beginnen.

Das Wichtigste zum Tönnies-Skandal in Kürze:

  • Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück haten sich mehr als 1.500 Angestellte infiziert
  • Als Folge mussten Schulen und Kitas wieder schließen, der betroffene Betrieb hatte die Produktion eingestellt
  • Kurz nach Wiederaufnahme des Betriebs steht der Schlachtbetrieb nun wieder still

Nächster Corona-Ausbruch: 20 Tönnies-Mitarbeiter positiv getestet

Freitag, 24. Juli, 09.40 Uhr: Im Schlachtbetrieb von Tönnies hat es offenbar einen erneuten Corona-Ausbruch gegeben. „Es gibt 20 Personen aus dem Arbeitsumfeld der Firma Tönnies, die ein positives Testergebnis haben“, sagte eine Unternehmenssprecherin dem „Spiegel“. Die positiv getesteten Mitarbeiter seien in den vergangenen Tagen im Schlachtbetrieb tätig gewesen.

Die erste massive Infektionswelle im Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück ist derweil offenbar durch Kontakte von Mitarbeitern des Tönnies-Konzerns zu infizierten Mitarbeitern des Konkurrenten Westfleisch ausgelöst worden. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie, die das Heinrich-Pette-Institut (Leibniz-Institut) für Experimentelle Virologie (Hamburg), das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) zu dem Ausbruchsgeschehen vorgelegt haben. Das berichtet die in Bielefeld erscheinende „Neue Westfälische“.

Alle bei der Untersuchung bei Tönnies positiv getesteten Personen waren der Studie zufolge mit Viren infiziert, die eine Kombination von acht Mutationen aufwiesen, „die zuvor noch nicht beobachtet worden war“, so die Wissenschaftler. Dem Vernehmen nach konnte aber festgestellt werden, dass die gleichen Viren auch bei Infizierten im Westfleisch-Schlachthof in Dissen zu finden waren. Zwischen Mitarbeitern beider Unternehmen gab es offenbar Kontakte: „Aufgrund der zeitlichen Abfolge ist davon auszugehen, dass die Infektionskette von den Westfleisch- zu den Tönnies-Mitarbeitern verlief“, erklärte Helmholtz-Forschungsleiter Adam Grundhoff gegenüber der Neuen Westfälischen.

Behörden stießen bei Kühllager-Kontrolle auf Rattenbefall – auch Tönnies-Waren betroffen

13.25 Uhr: Behörden stießen bei Kontrollen in einem Kühlhaus im niedersächsischen Dissen auf massiven Rattenbefall. Auch der Fleischverarbeiter Tönnies lagerte hier Waren, berichtet das Haller Kreisblatt. Andre Vielstädte, Sprecher der Tönnies-Gruppe, bestätige dem Blatt, Tönnies habe „das Kühlhaus sporadisch in einem geringen Umfang für beispielsweise die Lagerung von Waren in Anspruch genommen.“ Allerdings habe man nach einer ersten Information durch den Kreis Gütersloh am 12. Juni die im Zugriff befindlichen Waren in diesem Zusammenhang gesperrt. Am 3. Juni sei Tönnies eine Mitteilung vom Landkreis Osnabrück über einen Rattenbefall zugekommen.

Es handele sich bei den betroffenen Produkten um Rohware, sagte Vielstädte dem Blatt weiter. Er versicherte zudem, dass sämtliche betroffenen Produkte sichergestellt worden und diese somit nicht in den Verkehr gelangt seien.

NRW-Gesundheitsminister: Ausbruch bei Tönnies für 2119 Corona-Fälle verantwortlich

Donnerstag, 23. Juli, 01.09 Uhr: Im Zusammenhang mit dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sind inzwischen mehr als 2000 Infektionsfälle festgestellt worden. „Nach aktuellem Stand ordnen die zuständigen Behörden dem Ausbruch bei Tönnies bislang insgesamt 2119 Fälle zu“, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Bei weiteren 67 Fällen sei ein Zusammenhang möglich.

Laumann wiederholte zudem seine Ansicht, dass die zeitweise Schließung des Tönnies-Betriebs in Rheda-Wiedenbrück rechtens war und das Unternehmen keinen Anspruch auf Lohnkostenerstattung hat. „Ich gehe davon aus, dass das auch vor Gericht Bestand hat“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Tönnies: „Wir haben uns immer an Recht und Gesetz gehalten“

Samstag, 18. Juli, 14.09 Uhr: Der Chef des Fleischkonzerns Tönnies, Clemens Tönnies, bestreitet nach dem großen Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück juristisch relevante Verfehlungen. „Wir haben uns immer an Recht und Gesetz gehalten“, sagte er dem Bielefelder „Westfalen-Blatt“ vom Samstag. „Wir wissen bis heute nicht, welchen Rechtsbruch wir begangen haben sollen. All die Kritiker haben bis dato nicht eine einzige konkrete Aussage dazu getroffen.“

Tönnies will außerdem trotz heftiger Kritik nicht darauf verzichten, Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks geltend zu machen. Notfalls wolle er das auch gerichtlich durchfechten. „Darüber wird im Zweifelsfall auch Recht gesprochen werden“, sagte er dem „Westfalen-Blatt“.

Tönnies sieht keine Versäumnisse

Bei Tönnies hatten sich nachweislich rund 1400 Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Vorübergehend waren deshalb, neben der inzwischen aufgehobenen Betriebsschließung in Rheda-Wiedenbrück, weitgehende Corona-Einschränkungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf verhängt worden.

Gegen die Geschäftsführung des Konzerns läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Dabei kooperiere das Unternehmen vollumfänglich, versicherte Tönnies. „Wenn man uns Rechtsverstöße vorwirft, dann werden wir das sachlich abarbeiten.“

Tönnies: „Ein Problem der Branche – und zwar weltweit“

Schwere Versäumnisse im Umgang mit dem Coronavirus sieht Tönnies nicht – im Gegenteil. „Wir sind sehr ernsthaft an das Thema Corona herangegangen, haben früh angefangen, Schutzhürden aufzubauen“, sagte er der Zeitung. Dazu zähle auch ein im Mai eingerichtetes eigenes Testcenter. „Letztlich war es dann ja auch Mitte Juni unsere eigene Testreihe, die ersichtlich gemacht hat, dass wir Auffälligkeiten haben.“

Ursächlich für „die plötzliche und massive Ausbreitung“ des Coronavirus in der Fleischfabrik sei nach Expertenangaben die Umluftkühlung gewesen, „die eigentlich jeder Fleischbetrieb hat“. Es handele sich hier also nicht um ein „Tönnies-Problem“, sondern um „ein Problem der Branche – und zwar weltweit“. Der Konzern werde seine Betriebsstätten nun umrüsten.

Tönnies will Werksvertragsarbeiter einstellen

Tönnies kündigte außerdem Verbesserungen für die Werkvertragsarbeiter an. „Wir werden die Wohnsituation der Beschäftigten in unsere Verantwortung bringen“, sagte er. „Wir wollen, dass die 30 Prozent der Mitarbeiter, die heute nicht privat wohnen, zu einem vorgegebenen Standard wohnen können.“

Mit Blick auf das von der Bundesregierung geplante Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie sagte Tönnies, dass bis September zunächst 1000 bisherige Werkvertragsarbeiter direkt bei Firmen der Gruppe angestellt werden sollen. Konzernweit werden derzeit 9333 der 18.734 Beschäftigten von Subunternehmen gestellt.

Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen Tönnies-Geschäftsführung

17.29 Uhr: Nach zahlreichen Anzeigen wegen des massiven Corona-Ausbruchs in Deutschlands größtem Fleischwerk ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen die Geschäftsführung von Tönnies. Grund dafür sei aber kein neuer Ermittlungsstand, sondern das übliche Fortschreiben eines solchen Verfahrens, sagte ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft am Freitag. Die Behörde hatte in den vergangenen Wochen zunächst gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Bei der Staatsanwaltschaft in Bielefeld sind seit dem Corona-Ausbruch im Tönnies-Hauptwerk in Rheda-Wiedenbrück Mitte Juni nach Angaben der Behörde rund 50 Strafanzeigen eingegangen. Darunter ist auch eine Anzeige der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne). Der Ermittlungskommission der Polizei, die den Einsatznamen EK „Carne“ (Fleisch) trägt, gehörten derzeit fünf Beamte an, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei. Die „Neue Westfälische“ hatte online darüber berichtet, dass nun gegen die Geschäftsführung von Tönnies ermittelt werde.

Tönnies-Schlachtung läuft nach Zwangsunterbrechung wieder

11.50 Uhr: Die erneute Zwangsunterbrechung beim Fleischkonzern Tönnies ist vorbei: Die Schlachtung am Stammsitz im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück sei am Freitag nach der Freigabe durch die Bezirksregierung wieder aufgenommen worden, teilte ein Tönnies-Sprecher mit. Das Unternehmen hatte nach vierwöchiger Corona-Unterbrechung erst seit Donnerstag wieder schlachten dürfen, musste die Produktion am Freitag nach Beanstandungen der Bezirksregierung bis zur Freigabe aber stoppen.

Nach Kontrolle: Tönnies-Schlachtung steht schon wieder still

08.33 Uhr: Kurz nach der Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischkonzern Tönnies gibt es eine erneute Zwangsunterbrechung: Die Schlachtung am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück werde am Freitag später beginnen, teilte ein Tönnies-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden, „dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen“, sagte der Sprecher. Dies sei auch schon passiert, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen. Zuvor hatten Medien über die Unterbrechung berichtet.

Erst am Donnerstag war die vierwöchige Zwangspause nach einem massiven Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtkonzern beendet worden. Die ersten Schweine wurden wieder angeliefert. In der ersten Schicht wurden rund 8000 Tiere geschlachtet. Für den nächsten Produktionsschritt, die Zerlegung der Schweine, hatten die Behörden am Donnerstagabend grünes Licht gegeben.

„Wir sind durchaus verwundert darüber, dass Abläufe und Prozesse, die seit über 20 Jahren genehmigt sind und seitdem jährlich mehrfach amtlich kontrolliert wurden, nunmehr bemängelt werden“, sagte der Tönnies-Sprecher. Es werde aber eng mit den Behörden zusammengearbeitet.

Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20.000 und 25.000 Schweine. Durch den Produktionsstopp nach dem Corona-Ausbruch hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet.

Probelauf der Schweinezerlegung bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück

22.09 Uhr: Nach rund vier Wochen Zwangspause startet der Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück am Freitag einen Probelauf im besonders Corona-gefährdeten Zerlegebereich des Unternehmens. Unter der Aufsicht von Behörden sollen dort probeweise wieder geschlachtete Schweine zerlegt werden.

In diesem Bereich waren die meisten der mehr als 1400 Mitarbeiter tätig, die sich bei Tönnies mit dem Coronavirus infiziert hatten. Nun setzt das Unternehmen auf neue Filtertechnik, Plexiglas-Trennscheiben und mehr Frischluftzufuhr.

In dem Unternehmen – dem größten Fleischwerk Deutschlands – wurde am Donnerstag erstmals wieder geschlachtet. Dafür wurden nach Angaben der Firma rund 8000 Schweine angeliefert. Am Abend hoben die Behörden den Betriebsstopp dann auch für den Zerlegebereich auf.

Verfügung aufgehoben: Tönnies darf wieder Tiere zerlegen

20.03 Uhr: Vier Wochen nach dem Zwangsstopp beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat die Stadt am Donnerstagabend die letzte Verfügung gegen das Unternehmen aufgehoben. Tönnies darf jetzt auch wieder Schweine zerlegen, wie die Stadt am Abend mitteilte. Nach einer Begehung von Experten und Gutachtern sei das von Tönnies vorgelegte Hygienekonzept von allen beteiligten Behörden abgenommen worden, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

Um das Infektionsrisiko mit Coronaviren zu minimieren, musste das Unternehmen Trenn-Elemente aus Plexiglas und bessere Filtersysteme für die Umluft in der Produktionshalle einbauen. Für Freitag war bereits ein Probebetrieb in dieser Produktionsstufe angekündigt worden. Tönnies hat damit jetzt auch die amtliche Freigabe, die die Zerlegung von maximal 10 000 Tieren erlaubt. Anschließend sei ein schrittweises Hochfahren des Bereichs denkbar. Details würden nach dem Probebetrieb festgelegt.

Tönnies hatte am Tag der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück am Donnerstag etwa 8000 Schweine geschlachtet. Die Stadt hatte hierfür am Mittwoch die Wiederaufnahme erlaubt.  Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20 000 und 25 000 Schweine. 30 000 sind von den Behörden genehmigt.

Tönnies verlagert Rinderzerlegung nach Niedersachsen

Donnerstag, 16. Juli, 14.57 Uhr: Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies verlagert einen Teil der Zerlegung von geschlachteten Rindern von der Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück nach Badbergen in Niedersachsen. Dieser Schritt sei aber bereits länger geplant und habe nichts mit der aktuellen Corona-Lage im Kreis Gütersloh zu tun, sagte ein Konzern-Sprecher am Donnerstag. Tönnies hatte am gleichen Tag nach einer vierwöchigen Zwangspause wieder mit der Schlachtung von Schweinen begonnen. Für die Zerlegung der Schweine in Rheda-Wiedenbrück haben die Behörden aber noch kein grünes Licht gegeben.

„Wir haben in den vergangenen Jahren 85 Millionen Euro in Badbergen investiert. Ziel war es lange vor Corona, dass vier unserer Schlachthöfe, darunter Wilhelmshaven, die Rinder in Badbergen in Niedersachsen zerlegen lassen“, sagte Sprecher André Vielstädt der Deutschen Presse-Agentur.

Tönnies darf nach Corona-Ausbruch am Hauptstandort wieder schlachten

16.02 Uhr: Rund vier Wochen nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf das Unternehmen an seinem Hauptstandort wieder schlachten. Die Stadtverwaltung hat den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit kann das Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück wieder Tiere von Landwirten annehmen und die Produktion schrittweise hochfahren

„Kein Recht auf superbilliges Fleisch“: DGB-Chef fordert Änderungen in Fleischindustrie und kritisiert Tönnies

Mittwoch, 15. Juli, 05.01 Uhr: Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, dringt auf nachhaltige Änderungen in der Fleischindustrie und will dafür auch höhere Preise in Kauf nehmen. „Es gibt kein Recht auf superbilliges Fleisch, sondern auf eine gesunde Ernährung“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Dazu gehört für viele auch ein gutes Stück Fleisch, das unter anständigen Bedingungen hergestellt worden ist.“

Hoffmann erläuterte, er kämpfe dafür, dass Menschen für ihre Arbeit ein ordentliches Gehalt bekommen. „Wem das verwehrt bleibt, dem fehlt das Geld, sich gesund zu ernähren. Das finde ich inakzeptabel“, sagte er.

Der SPD-Politiker Ralf Stegner hatte den Fleischunternehmer Clemens Tönnies hart attackiert und gesagt, vielleicht komme er irgendwann „in staatliche Kost und Logis“. Der DGB-Chef sagte dazu: „Das Bild mit der staatlichen Kost und Logis für Clemens Tönnies gefällt mir sehr gut. Dann würde Herr Tönnies einmal die Erfahrung machen, die er seinen Werkvertragsmitarbeitern seit vielen Jahren zumutet: nämlich faktisch unter Bedingungen zu leben wie ein Häftling.“

Hoffmann lobte: „Die Bundesregierung hat im Koalitionsausschuss das Richtige vereinbart: Die Werkverträge, die zum grundlegenden Organisationsinstrument in der Fleischindustrie geworden sind, müssen weg. Nur so kann der Ausbeutung ein Ende gemacht werden.“ Er warnte: „Das darf im Gesetzgebungsprozess nicht verwässert werden.“ Hoffmann kritisierte: „Wenn ich jetzt beobachte, wie manch einer im Arbeitgeberlager schon wieder versucht, hier quer zu schießen, kann ich nur sagen: Die haben den Schuss nicht gehört.“

Focus Online: Freitag, 24.07.2020, 09:56


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VeröffentlichtJuli 24, 2020 von admin in Kategorie "Gesundheit", "Niedersachsen", "NRW", "Schlachthöfe

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