September 6 2020

569 Neuinfektionen, aber viele Länder melden nicht – erneut Ausbruch in Fleischfabrik

In Deutschland hat sich die Lage im Zuge der Corona-Pandemie etwas entspannt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich zuletzt stabilisiert und stieg nicht weiter an. In anderen EU-Ländern erreichen die Fallzahlen dafür neue Höchststände.

Topmeldungen zur Corona-Pandemie:
  • Wieder Ausbruch in Fleischbetrieb (20.41 Uhr) +++
  • 569 neue Corona-Fälle in Deutschland (20.20 Uhr) +++
  • Münchner Polizei löst Party mit 300 Gästen auf – jetzt drohen saftige Strafen (14.22 Uhr) +++
  • Deutschland liegt im Impfstoff-Rennen zurück (08.47 Uhr) +++
  • Wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland – sieben Länder liefern keine neuen Zahlen (19.19 Uhr)

TOP-NEWS: Wieder Ausbruch in Fleischbetrieb – Landkreis Oldenburg schickt alle Beschäftigten in Quarantäne

20.41 Uhr: Der Landkreis Oldenburg hat die Beschäftigten eines fleischverarbeitenden Betriebes in Hatten nach einem Corona-Ausbruch in Quarantäne geschickt. Bei insgesamt 113 Tests seien 14 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Sieben Betroffene lebten im Landkreis Oldenburg, sieben weitere in der Stadt Oldenburg. „Die Anzahl der Infektionen ist gemessen an der gesamten Belegschaft von rund 140 Personen hoch“, betonte Landrat Carsten Harings. Weil die Trennung der Mitarbeiter wegen überlappender Arbeitszeiten und der räumlichen Bedingungen nicht möglich sei, habe man für alle Beschäftigten eine 14-tägige Quarantäne verhängt.

Harings erklärte, dies bedeute, dass der Betrieb für diese Zeit ruhe. Nur die noch im Produktionsverlauf vorrätigen Fleischwaren dürften bis Montag in nur einer Schicht verarbeitet werden. Weitere Ware dürfe nicht angeliefert werden. Für diese eine noch zu erledigende Schicht erhalte ein kleiner Teil der Belegschaft eine sogenannte Arbeitsquarantäne – das bedeutet, die Betroffenen dürfen die häusliche Quarantäne nur für die festgelegte Arbeit und den dafür nötigen Zeitraum verlassen.

Die genauen Infektionswege konnten den Angaben zufolge noch nicht abschließend ermittelt werden. Es gebe Hinweise auf Reiserückkehrer, dies werde derzeit geprüft. Für alle Beschäftigten in Quarantäne stehe nach Ablauf der Zeit ein erneuter Test an. Erst mit einem negativen Testergebnis dürfe die Arbeit wieder aufgenommen werden.

TOP-NEWS: 569 neue Corona-Fälle in Deutschland – doch sieben Länder liefern keine neuen Zahlen

20.20 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 249.572 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 569 (Vortag: 699). Allerdings haben Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Sonntag keine neuen Zahlen geliefert. Am stärksten war der Anstieg in Baden-Württemberg (+164), gefolgt von Hessen (+120) – am wenigsten neue Infektionen kamen im Saarland hinzu (+1).

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 249.572, 9298 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 43.415 (+164) / 1864 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 58.999 / 2.640 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Berlin: 11.726 (+24) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3.960 (+6) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2059 / 58 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Hamburg: 6500 (+15) / 236 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.098 (+120) / 535 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1023 / 20 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Niedersachsen: 17.266 (+48) / 665 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 59.810 / 1821 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Rheinland-Pfalz: 9.355 (+40) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.165 (+1) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.119 / 224 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Sachsen-Anhalt: 2.266 / 66 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Schleswig-Holstein: 4.120 (+5) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.691 / 191 Todesfälle keine neuen Angaben

Gesamt (Stand 06.09.2020 20.01 Uhr): 249.572 (9298 Todesfälle) Zahl nach unten korrigiert

Vortag (Stand 05.09.2020 19.25 Uhr): 249.003 (9300 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 223.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 16.574

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,1 (Vortag 0,1)

9298 Menschen sind bislang an oder mit dem Coronavirus gestorben – die Zahl vom Vortag wurde um zwei nach unten korrigiert. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 223.700. Somit sind derzeit 16.574 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert stieg laut RKI auf 1,1. Am Vortag war er auf 1. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt 110 weitere Personen an.

NRW will Heizpilze im Corona-Winter erlauben

17.11 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, der Gastronomie in der kälteren Jahreszeit das Aufstellen von Heizpilzen zu erlauben. „Wir wollen den Wirten im kommenden Winter mehr Außengastronomie ermöglichen. Heizpilze aufstellen zu können, gehört mit zu diesem Konzept“, sagte Laschet dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagsausgabe). „Mit Blick auf die Ausnahmesituation und den Gesundheitsschutz halte ich das für richtig“, fügte er hinzu „So kann ganz praktisch geholfen werden.“

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte zuletzt wegen der Corona-Abstandsregeln für eine Rückkehr der Heizpilze plädiert, um auch in der kühleren Jahreszeit mehr Gäste in den Außenbereichen bewirten zu können. Bei Umweltschützern stößt die Forderung aber auf scharfe Kritik. Vielerorts sind die Gas-Heizstrahler aus Klimaschutzgründen verboten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte am Dienstag für eine „differenzierte“ Betrachtung plädiert und einen möglichen Ausgleich der CO2-Emissionen der Heizpilze vorgeschlagen.

TOP-News: Münchner Polizei löst Party mit 300 Gästen auf – jetzt drohen saftige Strafen

14.22 Uhr: In der Nacht auf Sonntag hat die Münchener Polizei eine größere Party in einer Gaststätte nahe des Odeonsplatz aufgelöst.

Neben dem regulären Restaurantbetrieb sei dort auch eine Party mit rund 300 Gästen gefeiert worden, teilten die Beamten am Sonntag mit. Dem Betreiber droht nun eine saftige Strafe. Zudem habe man rund 70 Gästen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz angezeigt, heißt es weiter.

TOP-NEWS: Deutschland liegt bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen zurück

8.47 Uhr: Im Wettrennen um die Versorgung der Bevölkerung mit Corona-Impfstoffen liegen Deutschland und die EU laut einem Zeitungsbericht im Vergleich zu den USA und Großbritannien deutlich zurück. So hätten sich die USA im Rahmen von Vorabverträgen 800 Millionen Impfstoffdosen von sechs verschiedenen Herstellern gesichert, berichtete die „Welt am Sonntag“. Zusätzlich hätten sie die Option auf weitere 1,4 Milliarden Impfdosen zu einem späteren Zeitpunkt.

Großbritannien hat dem Bericht zufolge bereits Verträge mit sechs Herstellern über 340 Millionen Impfstoffdosen geschlossen. Das Land komme damit auf eine höhere Pro-Kopf-Quote als jede andere Industrienation.

Hingegen habe die EU-Kommission für die 446 Millionen Einwohner in den 27 Mitgliedstaaten bisher nur einen Rahmenvertrag mit dem britisch-schwedischen Konzern Astra Zeneca über 300 Millionen Impfstoffdosen getroffen, mit der Option auf weitere 100 Millionen. Die EU-Kommission teilte der „WamS“ auf Anfrage mit, sie arbeite „an allen Fronten, um dasselbe mit anderen Unternehmen zu erreichen, mit denen wir bereits Sondierungsgespräche abgeschlossen haben“.

Die Anzahl der Impfstoffdosen, die jedes EU-Land im Rahmen dieser Verträge erwerben kann, richtet sich dabei nach dem Bevölkerungsschlüssel. Im Fall der bereits zugesagten Impfampullen von Astra Zeneca hätte Deutschland demnach vertraglich zugesicherten Zugriff auf rund 56 Millionen Impfdosen.

Sonntag, 06.09.2020, 20:56


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VeröffentlichtSeptember 6, 2020 von admin in Kategorie "Corona-Pandemie", "Impfstoff", "Kultur & Soziales", "Wirtschaft & Handel

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