Oktober 9 2021

RKI registriert 8854 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 64,4

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es momentan wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 64,4 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 63,8 gelegen, vor einer Woche ebenfalls bei 64,4 (Vormonat: 83,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.56 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8517 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 65 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 66 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 302 661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI am Freitag mit 1,67 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Statistiker nach RKI-Korrektur: „Herdenimmunität ist fast erreicht“

Erst kürzlich hat das Robert-Koch-Institut (RKI) überraschend seine Impf-Zahlen in der Coronakrise nach oben korrigiert. Laut den offiziellen Meldungen der Impfstellen haben bisher knapp 80 Prozent der Menschen ab 18 Jahren eine erste Dosis bekommen, gut 75 Prozent bereits die zweite.

In einem aktuellen RKI-Bericht heißt es aber, es sei anzunehmen, dass unter Erwachsenen bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft seien. Die Schätzung beruht demnach auf Bürgerbefragungen und Meldedaten.

Gegenüber der „Bild“ ordnet Statistiker Christian Hesse von der Universität Stuttgart die neuen Zahlen ein: „Das sind erstaunlich hohe und überraschend gute Werte“. Hesse rechnet vor, dass demnach rund 68 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung durchgeimpft seien. Bei dieser Berechnung sind Kinder unter zwölf Jahren und Jugendliche unter 18 Jahren mit einberechnet.

Es gebe allerdings zu bedenken, so Hesse, dass nicht nur Impfungen eine Immunisierung gegen das Virus schaffen, sondern auch überstandene Infektionen. Bei den Corona-Genesenen gibt es eine erhebliche Dunkelziffer, erklärt der Professor. „Nach einer Studie der Universitätsmedizin Mainz ist dieser Anteil viel größer als gedacht: Auf 100 Personen, die wissentlich infiziert waren, kommen 80 Personen, die unwissentlich infiziert waren und dadurch immunisiert sind.“

Für Deutschland würde das bedeuten, dass rund drei Millionen Menschen immun sind, ohne es zu wissen. Daraus schließt Hesse: „Es ist davon auszugehen, dass mindestens 75 Prozent der Gesamtbevölkerung aktuell gegen Corona immunisiert sind.“

Laut Hesse bedeutet das, „dass wir in Deutschland das Ziel der Herdenimmunität fast erreicht haben.“

Für Herdenimmunität ist nach Angaben von Wissenschaftlern unter allen Gruppen im Alter ab zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfquote von 85 Prozent erforderlich.



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VeröffentlichtOktober 9, 2021 von admin in Kategorie "Covid-19 Aktuell in MV

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