Umgang mit Coronavirus: Auch Rheinland-Pfalz schafft Isolationspflicht ab

Umgang mit Coronavirus: Auch Rheinland-Pfalz schafft Isolationspflicht ab

November 23, 2022 0 Von ...Susanne Kimmpert
Stand: 22.11.2022 17:12 Uhr

Rheinland-Pfalz zieht als fünftes Bundesland nach: Corona-Infizierte müssen sich dort ab Samstag nicht mehr in Isolation begeben – aber in der Öffentlichkeit eine Maske tragen. Niedersachsen hingegen verlängert die Absonderungspflicht.

Auch in Rheinland-Pfalz wird die Isolationspflicht für Corona-Infizierte abgeschafft. Gesundheitsminister Clemens Hoch bestätigte in Mainz, dass die bisherige Vorschrift bereits zum Wochenende auslaufen soll. „Es ist wichtig, dass wir lernen, Corona als normale Krankheit zu behandeln“, erklärte er.

Die Pandemie sei jedoch nicht vorbei. Infizierte blieben deshalb ab Samstag verpflichtet, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen, „es sei denn, sie sind alleine unterwegs“. Ein Besuch der Gastronomie, eines Fitnessstudios oder anderer Einrichtungen, in denen eine Maske nicht oder nur schwer dauerhaft getragen werden kann, bleibt damit auch weiterhin für positiv Getestete untersagt.

 15.11.2022
Corona in Bayern und Baden-Württemberg Isolationspflicht endet in zwei Bundesländern

Coronainfizierte müssen sich in Baden-Württemberg und in Bayern nicht mehr in Isolation begeben.

 

 

Vier Bundesländer hatten vorgelegt

Zuvor hatten bereits Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein die vom Robert Koch-Institut (RKI) weiterhin empfohlene mindestens fünftägige Isolation aufgehoben.

Hessen folgt an diesem Mittwoch. Anstelle der Isolationspflicht gelten dort unter anderem folgende Regeln: Für positiv getestete Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren bestehe mindestens fünf Tage nach dem ersten positiven Test eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung. Unter freiem Himmel könne die Maske unter Einhaltung der Abstandsregeln (1,5 Meter) abgesetzt werden. Zugleich werde dringend empfohlen, sich im Fall einer Infektion mit Symptomen für fünf Tage zu isolieren und keinen Besuch zu empfangen, erklärte die Landesregierung.

Niedersachsen verlängert

Niedersachsen hingegen hat die geltende Absonderungsverordnung für Corona-Infizierte bis Ende Januar 2023 verlängert. Im Falle einer Infektion müssen sich Bürgerinnen und Bürger für mindestens fünf Tage in häusliche Isolation begeben. Unmittelbar vor Beginn des Winters und möglicherweise weiteren bevorstehenden Infektionswellen werde Niedersachsen kein unnötiges Risiko eingehen und die wenigen geltenden Basisschutzmaßnahmen weiter aufrechterhalten, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens in Hannover. „Hier gilt daher weiter: Wer mit Covid infiziert ist, bleibt zuhause.“

In elf der 16 Bundesländer gilt damit weiterhin eine Isolationspflicht für Corona-Positive. Auf ein einheitliches Vorgehen konnten sich die Länder bislang nicht einigen.