Hannover: Überführen Schmauchspuren den Haltestellen-Schützen?

Hannover: Überführen Schmauchspuren den Haltestellen-Schützen?

28. März 2023 Aus Von mvp-web
Blumen und Kerzen liegen an einem Bahnsteig der Stadtbahnhaltestelle Fiedelerstraße im Hannoveraner Stadtteil Döhren. Foto: Moritz Frankenberg/dpa


Nach dem tödlichen Schuss auf einen 34-Jährigen an einer Stadtbahnhaltestelle in Hannover haben die Ermittler auf der Kleidung des mutmaßlichen Schützen Schmauchspuren gefunden. Noch unklar sei allerdings, ob es sich bei einer der beiden bei dem verdächtigen 22-Jährigen gefundenen Waffen um die Tatwaffe handele, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Can Türkay, am Dienstag.

Der Mann steht unter Verdacht, am 28. Februar im Stadtteil Döhren mindestens zwei Mal auf den 34-Jährigen geschossen zu haben. Ein Schuss traf das Opfer in den Bauch. Der Mann starb kurz nach der Tat. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtet.

Festnahme vor drei Wochen

Der 22-Jährige war vor knapp drei Wochen in der Wohnung seiner Mutter in Hameln festgenommen worden. An der Festnahme waren Spezialeinsatzkräfte der Polizei beteiligt. Dem Deutschen wird Totschlag vorgeworfen. Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kamen die Beamten unter anderem durch die Auswertung eines Smartphones, das an der Haltestelle gefunden wurde. Bilder auf diesem Handy wurden mit Videoaufzeichnungen aus der Bahn abgeglichen.

Nach den Schüssen war der junge Schütze gemeinsam mit einer Frau zu Fuß geflüchtet. In der Wohnung in Hameln wurden zwei Schusswaffen und Kleidung sichergestellt. Das Landeskriminalamt untersuche derzeit, ob es sich bei einer der Waffen um die Tatwaffe handele, sagte Türkay. dpa/AB