Bei zwei Unfällen im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind am Donnerstag zwei Menschen schwer verletzt worden. Laut Polizei wurde in Warsow am Morgen ein E-Bikefahrer von einem Transporter erfasst, als er die Straße kreuzte. Der 67-Jährige kam mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik, der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Bei Kuhlen kam eine 34-Jährige von der Straße ab, rutschte mit dem Wagen eine Böschung hinab und blieb an einem Baum hängen. Die Frau wurde schwer verletzt geborgen. Am Auto entstand Schaden von etwa 17.000 Euro. Die genaue Unfallursache ist in beiden Fällen noch unklar.
Von den sabotierten Röhren der beiden Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 geht keine Gefahr mehr für den Schiffsverkehr aus. Das hat Dänemark am Mittag mitgeteilt. Die Dänische Energieagentur hat der Schifffahrtsbehörde empfohlen, alle Einschränkungen für den Schiffsverkehr in dem Seegebiet aufzuheben, durch das die Pipelines verlaufen. Nach den Anschlägen im vergangenen Jahr auf die Erdgastrassen bei Bornholm wurden diese Areale weiträumig für den Schiffsverkehr gesperrt, da massiv Gas aus den Lecks ausgetreten war. In dieser Gefahrenzone hätten Schiffe ihren Auftrieb verlieren und sinken können. Wer die Gasröhren zerstört hat, wird noch immer untersucht.
In Zinnowitz ermittelt die Polizei nach dem Brand eines Imbisswagens am Donnerstagmorgen wegen Brandstiftung. Der Imbiss und ein Schuppen daneben waren niedergebrannt. Der Schaden wird auf 15.000 Euro geschätzt. Ein technischer Defekt scheide aus, weil der Imbiss noch nicht in Betrieb war, so die Ermittler. Sie untersuchen auch, ob ein Zusammenhang mit anderen Bränden bestehen könnte, bei denen man Brandstiftung vermutete. In der Stadt Usedom waren zuletzt zweimal Autos in Flammen aufgegangen.
Mehrere Gewerkschaften haben am Donnerstag zum Warnstreik in der privaten Energiewirtschaft aufgerufen. Betroffen ist auch der Strom- und Gasbetreiber E.dis mit Standort in Demmin. Der Netzbetreiber versorgt Kunden in großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligen sich rund die Hälfte der etwa 500 E.dis-Mitarbeiter an dem Warnstreik. Die Versorgung sei den Angaben zufolge gesichert, heißt es. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten unter anderem 13 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 550 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen werden Anfang kommender Woche fortgesetzt.
In Sternberg (Ludwigslust-Parchim) ist am Mittwochabend beim Brand der Rapspresse eines Biodieselkraftwerks ein Schaden von rund 50.000 Euro entstanden. Laut Polizei hat ein technischer Defekt zu dem Brand geführt. Demnach sei das Raps-Förderband der Presse ins Stocken geraten, woraufhin das Feuer auf die großen Mengen sich ansammelnder Rapskörner und das Förderband übergegriffen habe. Vier Feuerwehren rückten zum Löschen an. Verletzt worden sei niemand, eine Feuerwehrfrau habe jedoch Kreislaufprobleme erlitten und sei von Rettungskräften behandelt worden.
Ein Unfall mit einem Kleintransporter hatte am Morgen eine Sperrung der A20 bei Grevesmühlen zur Folge. Der 62-jährige Fahrer wurde dabei laut Polizei so schwer verletzt, dass er in eine Klinik gebracht werden musste. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Transporter in Richtung Westen unterwegs, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam. Dort sei er gegen die Leitplanke geprallt, zurück auf die Autobahn geschleudert worden und quer auf beiden Fahrspuren zum Stehen gekommen. Die Autobahn musste etwa eine Stunde gesperrt werden.
Die Greifswalder Bürgerschaft könnte heute den Weg für einen Bürgerentscheid über die Unterbringung von Geflüchteten in der Stadt frei machen. Es geht um die Frage, ob städtische Grundstücke für die Errichtung von Containerdörfern zur Unterbringung von Geflüchteten an den Landkreis Vorpommern-Greifswald verpachtet werden dürfen. Der Bürgerentscheid muss laut Stadt umfangreich vorbereitet werden und wird zwischen 60.000 und 70.000 Euro kosten. Für die Organisation müssten Mitarbeiter aus der Verwaltung abgeordnet werden. Als möglichen Termin schlägt die Stadtverwaltung den 18. Juni vor.
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Helios-Kliniken in Schwerin zum Warnstreik aufgerufen. Heute legen Mitarbeiter von Anästhesie und OP die Arbeit nieder, morgen dann alle Beschäftigten der Klinik. Die Notfallversorgung und alle nicht verschiebbaren Therapien werden dennoch gewährleistet, so ein Sprecher der Klinik. Die Tarifkommission fordert für die rund 21.000 Beschäftigten im Helios-Konzern 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Bislang hatte Helios eine Einmalzahlung von 2.000 Euro und ein Lohnplus von zwei Prozent ab September angeboten.