Flüchtlinge in Thüringen Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl stoppt Registrierung

Flüchtlinge in Thüringen Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl stoppt Registrierung

30. September 2023 Aus Von admin

Stand: 30.09.2023 13:31 Uhr

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl soll bis zu 800 Menschen beherbergen. Doch inzwischen sind dort etwa 1.300 Menschen untergebracht. Nun müssen Ankommende in anderen Orten registriert werden.

Von MDR THÜRINGEN

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Ein Mann mit pinkem Hemd und grünem Sakko

Staatskanzleiminister Benjamin Immanuel Hoff (Linke)

hat am Freitag angekündigt, dass die Suhler Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entlastet werden soll.

Das Land will das Erstaufnahmeheim für Flüchtlinge entlasten. Staatskanzleiminister Benjamin Immanuel Hoff (Linke) kündigte am Freitagabend im Suhler Rathaus an, dass künftig nicht mehr alle in Thüringen ankommenden Flüchtlinge in Suhl registriert werden sollen.

Statt nur in Suhl sollen die ankommenden Flüchtlinge auch in Eisenberg und Hermsdorf registriert und untersucht werden. Danach stehe die Verteilung auf die Kommunen an, um Suhl zu entlasten.

Bodo Ramelow | MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Südthüringen: Debatte über Flüchtlingszahlen

Suhl am Aufnahmelimit

Aus Sicht der Stadt ist dieser Schritt dringend notwendig. Die Zahl der Flüchtlinge in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung ist bis zum Freitag auf 1.300 gestiegen. Eigentlich sollte das Heim aber nicht mehr als 800 Menschen beherbergen.

Bis Suhl entlastet wird dauert es aber noch mindestens eine Woche. Die Unterkunft in Hermsdorf ist derzeit noch unter Quarantäne, weil viele Bewohner Krätze haben.

Land sucht Immobilien

Außerdem ist das Land immer noch auf der Suche nach einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung. Vollzug konnte der Staatskanzleiminister auch vor den Suhler Stadträten nicht vermelden. Er schloss allerdings aus, dass das Land zumindest in Suhl ein weiteres Heim eröffnet.

Scharfe Kritik von der CDU

Die CDU wirft der Landesregierung Kontrollverlust in der Migrationspolitik vor. Der migrationspolitische Sprecher der CDU im Landtag, Stefan Schard, spricht von einem Totalausfall des Migrationsministeriums.

Statt konkreter Vorschläge gebe es nur Ankündigungen, Kommunikationspannen und Durchhalteparolen. Damit lasse die Regierung die Stadt Suhl allein im Regen stehen, so Schard.