April 13 2021

RKI meldet 10.810 Neuinfektionen, 294 neue Todesfälle

Die britische Impfkampagne kommt schneller voran als gedacht: Allen Menschen über 50 Jahren wurde ein Impfangebot gemacht. FDP-Chef Lindner hält die Testangebotspflicht für Unternehmen für „entbehrlich“. Alle Entwicklungen im Live Blog.


  • J&J verschiebt Impfstoff-Einführung in Europa
  • Grenzkontrollen zu Tschechien enden
  • US-Behörden empfehlen Imfstopp für Johnson & Johnson
  • Bundesweit etwa 13,5 Millionen Menschen geimpft
  • Impfangebot für alle Briten über 50 Jahre
  • RKI meldet mehr als 10.800 Neuinfektionen
  • Intensiv medizinier rechnen mit starkem Anstieg an Intensivpatienten

19:24 Uhr

7-Tage-Inzidenz steigt bundesweit – Entwicklung im Saarland „besonders stark“

In den meisten Bundesländern ist eine Zunahme der Sieben-Tage-Inzidenz zu beobachten. Das schreibt das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen Lagebericht. Im Saarland sei diese Entwicklung jedoch besonders stark. Hatte das Bundesland vergangene Woche noch eine Inzidenz von 89, so ist sie jetzt bei 119.

Seit Dienstag läuft im Saarland nahe der französischen Grenze ein Corona-Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltests setzt. Neben der Außengastronomie durften unter anderem auch Fitnessstudios und Theater wieder öffnen – für jene, die einen tagesaktuellen negativen Test dabeihaben. Mit dem Modell will die Landesregierung den Bürgern wieder mehr Freiheiten ermöglichen.


19:24 Uhr

Drosten hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig

Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. „Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss“, sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in „allernächster Zeit“ geschehen. „Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann“, sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.

Das Bundeskabinett hat am Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren – trotz deutlicher Kritik einiger Länder und der Opposition im Bundestag.

Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: „Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen.“ Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20 000 und 30 000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen „nachhaltigen Entschleunigungseffekt“, wie er sagte.


18:34 Uhr

Drosten: Schnelltests wohl weniger zuverlässig als gedacht

In der neuen Folge des Podcasts „Coronavirus-Update“ von NDR Info weist der Virologe Christian Drosten darauf hin, dass Antigen-Schnelltests die ersten Tage einer Infektion wohl noch weniger zuverlässig erkennen können als gedacht. Deshalb bieten sie nur eine trügerische Sicherheit – etwa bei Einlasskontrollen im Theater. Sie können – anders als PCR-Tests – eine Infektion auch in der hochansteckenden Phase zu Anfang offenbar oft nicht nachweisen. Dies hätten die praktischen Erfahrungen in den Diagnose-Laboren gezeigt. „Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach Symptom-Beginn an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös“, sagt Drosten. „Wenn man davon ausgeht, dass eine infizierte Person in der Regel acht Tage lang ansteckend ist, heißt das: An fünf von acht Tagen entdecke ich mit dem Antigentest eine Infektion, an drei Tagen werde ich sie übersehen.“ Der Virologe erwartet in den kommenden Monaten auch Studiendaten zu diesem Effekt.


18:18 Uhr

Schülervertreter: Hassbotschaften wegen Testpflicht-Forderung

Wegen der Forderung nach einer Corona-Testpflicht an Schulen haben Schülervertreter Hassbotschaften bekommen, unter ihnen auch Minderjährige. Wie der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, mitteilte, wurden seine privaten Kontaktdaten in Telegram-Gruppen der sogenannten Querdenker-Bewegung veröffentlicht. „Das führt dazu, dass ich seit Tagen arbeitsunfähig bin. Da habe ich schon Sorge, wenn ich mir überlege, dass 14- oder 15-jährige Kinder aktuell von Querdenkern für ihre klare politische Positionierung angegriffen werden“, sagte Schramm der Nachrichtenagentur dpa. Dennoch rufe er die jungen Menschen dazu auf, stark zu bleiben. „Und ich wünsche mir Maßnahmen von der Politik, dass gerade junge Menschen politisch geschützt werden.“


17:49 Uhr

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Bundeswehrapotheke

Mehr als 230.000 Dosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson sind nach dpa-Informationen in der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück angekommen. Alle Corona-Impfdosen für Deutschland werden zunächst dorthin gebracht. Von dort wird der Impfstoff dann an die Bundesländer verteilt. Wann der Impfstoff von Johnson & Johnson weitertransportiert wird, war zunächst unklar. Am Dienstag hatte der Pharmakonzern mitgeteilt, den Marktstart seines Impfstoffs in Europa zu verschieben. Hintergrund sind Berichte über Sinusvenenthrombosen nach Impfungen. Der Konzern will die Fälle mit Experten und den Gesundheitsbehörden untersuchen.


17:48 Uhr

Zwei Millionen Belgier mindestens einmal gegen Corona geimpft

Zwei Millionen Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Belgien: Dieser Wert sollte im Laufe des Dienstags erreicht werden, sagte Sabine Stordeur von der nationalen Impf-Task-Force nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga. Das entspricht fast jedem fünften Einwohner des Landes. Die Lage in den Krankenhäusern bleibt jedoch angespannt. So waren am Dienstag nach jüngsten Behördenangaben mehr als 90 Prozent der Intensivbetten belegt. Vor allem die Zahl jener Menschen, die an oder mit dem Coronavirus sterben, stieg deutlich. In den vergangenen sieben Tagen waren es täglich im Schnitt rund 43 Menschen – ein Zuwachs um 29 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm in der vergangenen Woche wieder leicht ab. Auch die Zahl der Neuinfektionen ging deutlich zurück.


17:40 Uhr

US-Behörden: Johnson & Johnson-Impfstopp wohl nur wenige Tage

Die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA ist den Behörden zufolge aus einem „Übermaß an Vorsicht“ empfohlen worden und werde voraussichtlich nur einige Tage aufrechterhalten. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA bei einer Pressekonferenz mit. Die sechs erfassten Fälle von Sinusvenenthrombosen, die nach Impfungen mit dem Wirkstoff in den USA aufgetreten waren, müssten nun erst einmal „komplett verstanden“ und die Mitarbeiter des Gesundheitssystems entsprechend informiert werden, sagte die amtierende FDA-Chefin Janet Woodcock. „Wir erwarten, dass diese Pause einige Tage dauern wird.“ Für Mittwoch ist eine Notfallsitzung eines Beratergremiums der CDC angesetzt.


17:37 Uhr

J&J soll Klarheit über Lieferverzögerungen schaffen

Für die EU-Kommission kommt die Ankündigung des US-Konzerns, die Impfstofflieferungen in die EU, „proaktiv“ zu verzögern, „komplett unerwartet“, wie ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagt. J&J müsse nun für Klarheit sorgen.


17:16 Uhr

BDI: Testangebotspflicht für die Industrie „überflüssig“

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält das verpflichtende Corona-Testangebot in Unternehmen mit Blick auf die Industrie für überflüssig. Das Testangebot sei für die Pandemiebekämpfung sinnlos, sofern nicht sichergestellt sei, dass das Angebot auch angenommen werde, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. „Den Kampf gegen die Pandemie gewinnen wir nur, wenn wir impfen, impfen, impfen.“ Neben den staatlichen Testangeboten hätte schon das freiwillige Engagement der Unternehmen eine breite Infektionserfassung ermöglicht und die Eindämmung der Pandemie wirkungsvoll unterstützt, so Lang weiter. „Die Wirtschaft bekräftigt die Zusicherung, sich mit hohem Engagement in die Impfaktivitäten einzubringen, sobald dies möglich ist.“


17:10 Uhr

Linkspartei will geplante Bundesnotbremse nicht mittragen

Die Linkspartei im Bundestag hat angekündigt, die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen. Die Bundesregierung wolle sich damit „sehr pauschal Rechte sichern“, kritisierte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch im Bundestag. Seine Partei befürchte daher eine Entmachtung des Parlaments. „Wir hoffen auf Nachbesserungen“, sagte Bartsch. So seien die vorgesehenen Ausgangsbeschränkungen als Mittel der Pandemiebekämpfung „weitgehend wirkungslos und unverhältnismäßig“. Sie bundesweit anzuordnen, lehne die Linke ab. Sie seien, wenn überhaupt, nur auf regionaler Ebene einzusetzen, wie bereits in Bayern oder Baden-Württemberg geschehen.

Einige Eckpunkte im geplanten Gesetz seien zudem unlogisch, befand Bartsch: „Wir kritisieren insbesondere, dass die 100er-Inzidenz als entscheidender Punkt für uns nicht nachvollziehbar ist.“ Diese Grenze werde beispielsweise im Umgang mit den Schulen nicht konsequent eingehalten. Eine Inzidenz von 100 bedeutet, dass sich 100 von 100.000 Menschen binnen einer Woche neu infiziert haben. Es sei unerklärlich, weshalb es oft nur Verhaltensempfehlungen für Unternehmen gebe, während im privaten Bereich „härteste Sanktionen“ greifen würden, sagte Bartsch. Auch die nun auf den Weg gebrachte Testpflicht für Unternehmen sei nicht wirkungsvoll genug, da die Unternehmen keine Nachweise dazu erbringen müssten, kritisierte der Linken-Fraktionschef.


17:03 Uhr

Günther will Nachbesserungen der Bundesnotbremse

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat weitere Nachbesserungen an den geplanten bundesweit einheitlichen Corona-Regeln gefordert. Zwar seien in der vom Bundeskabinett beschlossenen Fassung des Infektionsschutzgesetzes wichtige Vorschläge aus dem Norden berücksichtigt worden, sagte Günther in Kiel. Insgesamt bleibe das Gesetz beim Einzelhandel aber nicht akzeptabel. „Wir bleiben hier bei unserer Position, dass Click & Collect auch bei einer Inzidenz über 100 generell möglich bleiben muss.“ Günther plädierte dafür, in Geschäften des täglichen Bedarfs bei einer Inzidenz über 100 nur eine Person pro Haushalt zuzulassen, statt die Quadratmetervorgaben zu verschärfen. Dies würde nur zu Warteschlangen vor den Geschäften führen. Pauschale Ausgangssperren bei einer Inzidenz über 100 lehnt die Jamaika-Koalition weiter ab.


15:50 Uhr

Frankreich unterbricht Flugverbindungen mit Brasilien

Frankreich setzt in der Corona-Krise sämtliche Flugverbindungen mit dem besonders betroffenen Brasilien aus. Das kündigte Regierungschef Jean Castex am Dienstag in Paris in der Nationalversammlung an, dem Unterhaus des Parlaments.

„Wir stellen fest, dass sich die Lage verschlimmert“, sagte Castex. „Und wir haben entschieden, bis zu einer neuen Entscheidung alle Flüge zwischen Brasilien und Frankreich auszusetzen.“ Brasilien gehört weltweit zu den Ländern, die besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen sind.


16:44 Uhr

Bovenschulte: „Große rechtliche Probleme“ bei Ausgangssperre

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sieht bei der Ausgangesperre „große rechtliche Probleme“. Das sagte er der „Welt“ laut Vorabbericht. „So wie sie bislang vorgesehen ist, nämlich ohne Berücksichtigung der konkreten Situation vor Ort, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass sie vor Gericht Bestand haben wird.“


16:37 Uhr

Norwegen erlaubt ab Freitag Treffen von 100 Menschen

Norwegen lockert die Corona-Maßnahmen. Unter anderem dürfen ab Freitag 100 Menschen in Innenräumen zusammenkommen, gab Ministerpräsidentin Erna Solberg bekannt. Bedingung seien fest zugewiesene Sitzplätze. Etwaige örtliche Beschränkungen sollen jedoch zunächst bestehen bleiben. Davon ist auch die Region um die Hauptstadt Oslo betroffen.


16:29 Uhr

Kein Schnellverfahren zur Bundesnotbremse

Die geplante bundesweite Notbremse soll nicht im Schnellverfahren beschlossen werden. Im Bundestag wollen die Fraktionen einen grundsätzlich möglichen Verzicht auf bestimmte Beratungsfristen nicht erteilen, der einen Parlamentsbeschluss noch in der laufenden Woche ermöglicht hätte. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Fraktionskreisen. Am Morgen hatte das Bundeskabinett die Bundesnotbremse auf den Weg gebracht. In allen Kreisen und Städten mit hohen Infektionswerten soll es Einschränkungen geben. Dafür soll das Infektionsschutzgesetz geändert werden. Mediziner, Epidemiologen, aber auch Politiker hatten in den vergangenen Tagen betont, angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Virus sei hierbei Tempo gefragt.

Wie es in den Parlamentskreisen weiter hieß, wurde in den Koalitionsfraktionen von Union und SPD ausreichend Beratungszeit als nötig angesehen. Ansonsten waren demnach vor allem die Fraktionen von AfD und FDP gegen einen Fristverzicht. Nötig wäre dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit auch mit Stimmen der Opposition. Nun ist die erste Beratung im Plenum an diesem Freitag und der Bundestagsbeschluss für Mittwoch kommender Woche geplant.


16:32 Uhr

Neue Pflicht für Arbeitgeber Firmen müssen Corona-Tests anbieten

Unternehmen sind künftig dazu verpflichtet, Beschäftigten mindestens einmal pro Woche Corona-Tests anzubieten – das hat das Kabinett beschlossen. Für die Kosten müssen die Firmen selbst aufkommen.

Nun ist es offiziell: Arbeitgeber in Deutschland müssen ihren Beschäftigten ab kommender Woche verpflichtend Corona-Tests anbieten, wenn sie nicht im Homeoffice arbeiten. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Dabei geht es lediglich um eine Angebotspflicht für die Firmen – eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Auch müssen die Arbeitgeber nicht dokumentieren, ob die Beschäftigten das Angebot angenommen haben.

Arbeitsminister Hubertus Heil sagte, er habe die Verordnung bereits unterzeichnet, sie trete „nächste Woche“ Kraft. Zunächst gelte sie bis Ende Juli.  Im Normalfall muss der Arbeitgeber einen Test pro Woche anbieten. Beschäftigte in Berufen mit hohem Infektionsrisiko sollen zweimal pro Woche ein Angebot erhalten.

Bis zu 30.000 Euro Bußgeld

Die Einhaltung der Pflicht kontrollieren sollen die Arbeitsschutzbehörden der Länder – etwa auf eine Beschwerde von Arbeitnehmern hin. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro. Regierungssprecher Steffen Seibert rief Beschäftigte dazu auf, die Angebote anzunehmen. „Die Bundesregierung appelliert an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verantwortungsvoll zu handeln und die Angebote zum Testen, die man ihnen macht, auch anzunehmen, gleichwohl sie dazu nicht verpflichtet sind.“

Für die Kosten müssen die Arbeitgeber aufkommen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt eine Erstattung durch den Staat ab. „Das ist jetzt eine nationale Kraftanstrengung und da müssen alle mitmachen“, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. „Unternehmen, die einen Betrieb aufhaben, die ihre Produktion fortsetzen können, die sind ja in einer weitaus besseren Lage als die Unternehmen, die jetzt wirklich damit jeden Tag zu kämpfen haben, dass zum Beispiel das Restaurant nicht aufgeht, dass das Hotel nicht ordentlich betrieben werden kann.“

„Aufwand nicht unverhältnismäßig“

Scholz verwies zudem auf die umfassenden Wirtschaftshilfen der vergangenen Monate. „Letztes Jahr waren es 80 Milliarden. Wenn man die Steuererleichterungen dazurechnet, knapp 190 Milliarden, alles zusammen“, so der SPD-Kanzlerkandidat. „Deshalb glaube ich, dass diese Testpflicht eine zumutbare und notwendige Maßnahme ist.“ Auch Arbeitsminister Heil verteidigte die neuen Vorgaben. „Das ist Aufwand, aber das ist nicht unverhältnismäßig“, sagte Heil im ARD-Morgenmagazin.

Der Wirtschaftsrat der CDU rechnet damit, dass die Tests die deutschen Unternehmen monatlich mehr als sieben Milliarden Euro kosten. Manche kleine und mittelständische Unternehmen könnten sich den Aufwand nicht leisten. Von der Corona-Krise schwer gebeutelte Unternehmen können die Ausgaben für die Tests aber als Kostenpunkt bei der Überbrückungshilfe anrechnen.

Wirtschaftsverbände laufen Sturm

Dennoch laufen die Wirtschaftsverbände Sturm gegen die Verordnung. „Einmal mehr versucht die Politik, ihre Pflicht auf die Arbeitgeber abzuwälzen, von den Kosten ganz zu schweigen“, sagte der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Neun von zehn Unternehmen würden ihre Mitarbeiter bereits auf das Corona-Virus testen oder dies in Kürze tun. Börner plädiert grundsätzlich nur für anlassbezogene Tests: „Feste Testintervalle sind untauglich.“

Auch das Handwerk wandte sich klar gegen eine Testpflicht. „Eine gesetzliche Testpflicht für unsere Handwerksbetriebe halten wir weiter weder für notwendig noch zielführend“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der „Rheinischen Post“. Auch er kritisierte, der Staat wolle die „Verantwortung für die Pandemiebekämpfung auf die Wirtschaft verlagern“. Die meisten Betriebe seien freiwillig dabei, ihre Beschäftigten zu testen oder bereiteten dies unmittelbar vor. Eine Testpflicht sei „eine gesetzgeberisch unnötige Aktion“.

Von flächendeckendem Angebot noch weit entfernt

Tatsächlich bieten derzeit gerade mal ein Drittel der Firmen ihren Mitarbeitern einen Test pro Woche an. Weitere 30 Prozent peilten dies zuletzt in den nächsten vier Wochen an, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nach einer Umfrage unter 2000 Betrieben von Ende März bis Anfang April mitteilte. Arbeitsminister Heil reicht das nicht. Das Angebot müsse flächendeckend sein, sagte er dem ARD-Morgenmagazin.

Derzeit ist die Lage je nach Branche und Betriebsgröße höchst unterschiedlich. Wie aus der IAB-Umfrage hervorgeht, wird in Großbetrieben am meisten getestet. Hier bieten demnach 60 Prozent der Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten ihren Mitarbeitern Corona-Tests an, ein Drittel dieser Firmen plante dies zuletzt. Mit abnehmender Betriebsgröße sinkt der Anteil der Firmen, die ihrem Personal bereits eine Testmöglichkeit gewähren, rapide ab.

Deutliche Unterschiede gibt es der IAB-Umfrage zufolge auch zwischen den Branchen. Am weitesten verbreitet sind demnach Corona-Tests im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen, wo bereits 58 Prozent der Betriebe Corona-Tests anbieten und weitere 22 Prozent dies planten. Im Bereich Verkehr und Logistik liege das Testangebot bei lediglich 17 Prozent.

Ausreichend Tests vorhanden?

Vor allem kleine Unternehmen stellen sich die Frage, ob inzwischen überhaupt genügend Selbsttests verfügbar sind. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist der noch im März bestehende Mangel beseitigt. Am Freitag hatte er versicherte, dass von den Tests „mehr als genug da“ seien. Der Bund habe bei verschiedenen Herstellern, allen voran Roche und Siemens, über 130 Millionen Selbsttests für die Monate März und April bestellt. Auch gibt es den Angaben des Ministeriums zufolge genügend Schnelltests zur Anwendung durch geschultes Personal. Für dieses Jahr habe man sich ein Kontingent von 550 Millionen und bei Bedarf weiteren 100 Millionen Stück gesichert.


15:55 Uhr

Illegale Party nach Fashionshow im Berliner Soho House – Polizei ermittelt

Das italienische Modelabel Bottega Veneta hat in Berlin am Wochenende im Club Berghain eine neue Kollektion vorgestellt. Die Veranstaltung des Modelabels war unter den geltenden Corona-Regeln samt Hygienekonzept genehmigt worden. Nach der Show im Berghain soll es im Soho House allerdings zu einer wilden illegalen Party gekommen sein, wie mehrere Medien berichten. Die Vorwürfe wiegen schwer: Zahlreiche Gäste feierten dabei ohne Masken und Abstand bei lauter Musik – als gebe es keine Pandemie und nächtliche Ausgangssperren. Beweisen soll das ein Video auf der Instagram-Seite des Rappers Burna Boy, das eine wild feiernde Menge im Soho House zeigt. Das berichtet unter anderem die „Berliner Zeitung“. Das Video auf der Instagram-Seite des Musikers wurde, nachdem es in sozialen Netzwerken einen Shitstorm gegeben habe, wieder gelöscht. Fest steht, dass der nigerianische Rapper Burna Boy in Berlin war.

Die Berliner Polizei ermittelt derzeit wegen der mutmaßlich illegalen Party im Soho House, bei der offenbar gegen geltende Corona-Maßnahmen verstoßen wurde: „Wir haben das Video und Fotos gesichert. Die Beweismittel werden nun gesichtet und überprüft. Falls sich daraus Verstöße ableiten lassen, gehen wir der Sache natürlich nach“, sagte eine Polizeisprecherin der „Berliner Zeitung“.


15:51 Uhr

J&J verschiebt Impfstoff-Einführung in Europa

Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben“, erklärte der Konzern. Zuvor hatten die US-Gesundheitsbehörden eine Pause bei den Impfungen mit dem Johnson & Johnson-Vakzin empfohlen, nachdem vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden waren.


15:44 Uhr

Italienische Inseln wollen vor Urlaubszeit schneller impfen

Mit Blick auf die Urlaubszeit wollen einige italienische Inseln dem Corona-Impfplan der Regierung vorgreifen und ihre Bevölkerung schneller durchimpfen. „Ich will nur die Touristen-Saison retten, die für uns das Überleben bedeutet“, sagte der Bürgermeister von Capri, Marino Lembo, der Zeitung „Corriere della Sera“. Man habe darum gebeten, Jüngere impfen zu dürfen. Auf der Insel in der Bucht von Neapel müssten Lembo zufolge noch 4000 Menschen immunisiert werden, was schnell ginge. Der Bürgermeister der Insel Lampedusa, Totò Martello, sagte der Zeitung „La Repubblica“, alle Inselbewohner könnten binnen einer Woche geimpft werden. Insgesamt leben dort dauerhaft mehr als 5000 Menschen. Regionalpräsidenten auf dem Festland halten jedoch wenig von dem Vorschlag. Es dürfe keine Privilegien auf Kosten anderer geben, hieß es. Auch die Regierung in Rom fordert, dass es keine Ausnahmen gibt und die Reihenfolge des Impfplans eingehalten wird.


15:43 Uhr

Sachsen verlängert Corona-Regeln bis 9. Mai

Sachsen hat den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verlängert. Die derzeit geltenden Regeln sollen bis zum 9. Mai vorerst beibehalten werden, teilte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping in Dresden nach einem Kabinettsbeschluss mit. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung läuft am Sonntag aus. Damit bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen; Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.


15:37 Uhr

Englische Fußball-Fans kehren ins Stadion zurück

8.000 Fans will der englische Fußballverband Ende des Monats ins Wembley-Stadion lassen zum Ligacup-Finale zwischen Manchester City und den Tottenham Hotspurs. So viele waren es noch nie, seit England im März vergangenen Jahres zum ersten Mal in den Lockdown ging. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test, der höchstens 24 Stunden alt sein darf. Die Mail oder Textnachricht mit dem Test-Ergebnis muss man am Stadion-Eingang vorweisen können. Das Finale findet am Sonntag nächster Woche statt. Schon an diesem Wochenende sollen 4.000 Fans zum Halbfinale des FA-Pokals zwischen Leicester City und Southampton ins Wembley-Stadion gelassen werden.

Die Spiele gehören zu den Pilotversuchen der britischen Regierung für künftige Großveranstaltungen. Auch für die Fußball-Europameisterschaft plant England mit Zuschauern. Allein in Wembley werden sieben Spiele stattfinden, darunter beide Halbfinals und das Finale. Die Zuschauerzahl dafür ist noch nicht bekannt, aber alle sieben Spiele sollen auf dem Trafalgar Square im Herzen der Innenstadt auf eine Großbildleinwand übertragen werden.


15:29 Uhr

Bayern will sich Ende Mai von Impf-Priorisierung lösen

Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek nach einer Kabinettssitzung in München. Einige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, sagte Holetschek. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist. Insgesamt habe Bayern bereits mehr als drei Millionen der 13 Millionen Einwohner mit einer Erstimpfung versorgt, 860.000 Menschen hätten vollen Impfschutz. Die Einbeziehung der Hausarztpraxen habe sich bewährt, sagte Holetschek.


15:26 Uhr

Impfung für alle ab 18 im Corona-Hotspot Hof

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof haben die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. 4000 Menschen sollen dafür mit einem Sonderkontingent des AstraZeneca-Vakzins geimpft werden, wie eine Sprecherin des Landratsamts erklärte. Seit Freitag konnten sich im Hofer Land alle Erwachsenen unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf für einen Impfung mit den zusätzlichen Impfdosen anmelden. Die Termine dafür seien alle vergeben.

Die Nachfrage nach einem Impftermin war so groß, dass der Server des Landkreises zeitweise überlastet war. Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca wird eigentlich nur für Menschen über 60 Jahre empfohlen, Jüngere können sich nach Beratung aber auch damit impfen lassen. Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Dienstag 560,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 450,4, bayernweit bei 159,7. Als Corona-Hotspot in der Grenzregion kann Hof von der bundesweiten Impfreihenfolge abweichen.


15:22 Uhr

Mittelstand kündigt Klage gegen Pflicht zu Testangebot an

Der deutsche Mittelstand will gegen die vom Kabinett beschlossene Pflicht zum Angebot von Corona-Tests klagen. „Dagegen muss und wird der Mittelstand sich wehren. Wir bereiten als Verband gerade die dafür erforderlichen rechtlichen Schritte vor“, sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Testpflicht für Unternehmen ist ein Lehrstück für Politik-Versagen.“ Er warf der Bundesregierung vor, bei der Test- und Impflogistik auf ganzer Linie versagt zu haben.


15:16 Uhr

EU strebt Einführung von Impfzertifikat bis Ende Juni an

Der einheitliche Impfausweis für Reisen innerhalb der EU soll nach Möglichkeit Ende Juni an den Start gehen. Bis dahin soll die entsprechende Verordnung fertig sein, wie Justizkommissar Didier Reynders in einer Anhörung im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des EU-Parlaments sagte. Das Dokument soll demnach nur solange eingesetzt werden, wie die Corona-Pandemie andauert. Nach Angaben von Kommissionschefin Ursula von der Leyen kann durch das sogenannte grüne Zertifikat die Reisefreiheit in der EU „sicher und verantwortungsbewusst“ wiederhergestellt werden.

Das Dokument soll Aufschluss darüber geben, ob ein Mensch das Coronavirus weiterverbreiten kann oder zumindest wie wahrscheinlich dies ist. Neben Informationen über Impfungen sollen dafür auch Testergebnisse und Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung enthalten sein. Für Reisende könnten dadurch Test- oder Quarantänepflichten entfallen. Die Entscheidung, welche Beschränkungen aufgehoben werden und ob das Zertifikat weitere Erleichterungen ermöglicht, obliegt den einzelnen EU-Ländern.


15:10 Uhr

Israel erlaubt ab Ende Mai wieder Gruppenreisen

Israel lässt ab Mai unter Auflagen wieder Gruppenreisen aus dem Ausland zu. Alle Touristen müssen vor ihrer Einreise einen negativen PCR-Test und einen serologischen Test vorlegen, der die Wirksamkeit ihrer Impfung bescheinigt, teilen Gesundheits- und Tourismusministerium mit. Ab dem 23. Mai könne eine begrenzte Anzahl von Gruppen wieder nach Israel kommen. Detaillierte Zahlen gibt es nicht. Zu einem späteren Zeitpunkt sollten Gruppenreisen ausgeweitet und auch wieder Individualreisen gestattet werden.


15:05 Uhr

Scholz wirbt in Fraktion für Notbremse

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wirbt in der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion eindringlich für die bundesweit einheitliche Regelung der Notbremse. „Wir müssen entschlossen handeln angesichts der aktuellen Lage mit rapide steigenden Infektionszahlen und der wachsenden Belegung der Intensivbetten“, zitiert ein Teilnehmer den Vizekanzler. „Die Bürgerinnen und Bürger blicken vielfach nicht mehr durch, welche Corona-Regeln denn jetzt gelten. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, klare und einheitliche Regeln zu schaffen und die Grundlage zu legen, dass die Notbremse bei Inzidenzen über 100 konsequent gezogen wird.“ Der Gesetzentwurf sei in enger Abstimmung mit den Ländern und der Fraktion vorbereitet worden.


15:05 Uhr

Bayern wird Bundesnotbremse im Bundesrat nicht blockieren

Trotz des Neins der Freien Wähler in der bayerischen Staatsregierung zur Corona-Notbremse des Bundes wird der Freistaat das Gesetzesvorhaben im Bundesrat nicht blockieren. Es handele sich um ein sogenanntes Einspruchsgesetz, das bedeute, die Länder müssten ihm in der Länderkammer nicht zustimmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Die Beratung im Bundesrat ist für den 23. April geplant. Die CSU hatte bereits wiederholt betont, sie unterstütze die Pläne des Bundes, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen.


15:04 Uhr

Sterbefälle im März deutlich unter dem Schnitt der Vorjahre

Trotz der Corona-Pandemie sind diesen März laut einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamts deutlich weniger Menschen gestorben als in den Vorjahren. Demnach gab es bundesweit 81.359 Todesfälle – das sind elf Prozent weniger als im März-Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. Wie die Behörde in Wiesbaden am Dienstag weiter mitteilte, gingen im gesamten ersten Quartal 2021 die Todeszahlen um zwei Prozent zurück. Ursache ist demnach die äußerst schwache Grippewelle im abgelaufenen Winter.

Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Todesfälle ist aktuell bis einschließlich der elften Kalenderwoche möglich. In dieser dritten Märzwoche (15. bis 21. März) gab es laut dem RKI 954 Todesfälle durch das Coronavirus, 140 weniger als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen seien in der 11. Kalenderwoche deutlich zurückgegangen und lagen 12 Prozent (2471 Fälle) unter dem Schnitt der vier Vorjahre.

In diesem Winter habe es ein beispiellos niedriges Niveau an anderen Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 seien die Sterbefallzahlen durch schwere Grippewellen erhöht gewesen.

Auf Länderebene lassen sich die Zahlen aktuell bis einschließlich der zehnten Kalenderwoche (8. bis 14. März 2021) abbilden. In dieser zweiten Märzwoche verzeichnete das Saarland im Vergleich zu den Vorjahren mit 26 Prozent den höchsten Rückgang der Todesfälle. In Berlin waren es dagegen nur sechs Prozent.


14:57 Uhr

IG Metall begrüßt verpflichtendes Testangebot in den Betrieben

Die IG Metall hat die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Pflicht zum Angebot von Corona-Tests am Arbeitsplatz begrüßt. „Im Augenblick sind regelmäßige Tests eine zentrale Maßnahme, um die zahlreichen Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, zu schützen“, erklärte der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann in Frankfurt. „Daher unterstützen wir gemeinsam mit unseren Betriebsräten die praktische Umsetzung in den Betrieben nach Kräften.“ Da es gleichzeitig keine Pflicht für die Beschäftigten zur Teilnahme geben soll, appellierte der Gewerkschaftschef: „Die Beschäftigten sollten die Möglichkeit zu Tests unbedingt wahrnehmen. Ihre Gesundheit ist das höchste Gut.“


14:54 Uhr

Rekord bei Neuinfektionen im Iran

Der Iran meldet mit 24.760 Corona-Neuinfektionen so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Das iranische Gesundheitsministerium macht Reisen anlässlich des Neujahrsfestes vergangenen Monat für die Zunahme verantwortlich. Insgesamt wurden in dem Land damit über zwei Millionen Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus steigt um 291 weitere Fälle auf 65.055. Das ist der höchste Anstieg an einem Tag seit dem 9. Dezember.


14:54 Uhr

Bayerns Städte können Betrieben Tests vorschreiben

Landratsämter und Stadtverwaltungen in Bayern können Betrieben vorschreiben, dass sie Mitarbeiter nur noch mit einem negativen Corona-Test ins Haus lassen dürfen. Das gilt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Landesregierung mitteilte. Die Kommunalbehörden könnten dann für bestimmte Betriebe und Einrichtungen festlegen, dass deren Büros oder Werkshallen nur noch mit einem aktuellen, negativen PCR- oder Schnelltest betreten werden dürfen. Die Vorschriften zum Infektionsschutz in Bayern werden bis zum 9. Mai verlängert.


14:17 Uhr

Gesundheitsministerium: Umgang mit Johnson & Johnson-Vakzin noch offen

Das Bundesgesundheitsministerium hat noch nicht entschieden, wie es nach den US-Warnungen vor dem Einsatz des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson vorgehen will. Das sagte ein Ministeriumssprecher. Das Gesundheitsministerium befürworte eine bundesweites Vorgehen, sagte der Sprecher mit Hinweis darauf, dass das Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Arzneimittelbehörde ebenfalls eine Bundesbehörde sei. Die US-Gesundheitsbehörden raten zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson. Die Arzneimittelbehörde FDA und das Seuchenzentrum CDC verwiesen zur Begründung in einer gemeinsamen Erklärung auf das Auftreten einer seltenen Thromboseart in sechs Fällen.


14:04 Uhr

Kretschmann zu hohen Infektionszahlen: „Mir brennt der Kittel“

Die steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen bereitet baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zunehmend große Sorgen: „Mir brennt der Kittel aufgrund der Zahlen, die wir da haben, aber wirklich volle Kanne.“ Die heute beschlossene Bundesnotbremse findet er daher richtig.

Für sein Bundesland werde sich durch die neuen Auflagen aber nur wenig ändern, so Kretschmann weiter. Die Zahl der erlaubten Kontakte müsse eingeschränkt werden. Bei Friseurbesuchen sei nun etwa generell ein Test vorgeschrieben. Baumärkte sollen wieder schließen.


13:56 Uhr

Bayern verlängert Lockdown

Das bayerische Kabinett hat einer Verlängerung des Lockdowns bis zum 9. Mai zugestimmt. Bisher hatte der Lockdown in der Nacht von Sonntag auf Montag enden sollen.


13:54 Uhr

Ab morgen keine Grenzkontrollen an deutsch-tschechischer Grenze mehr

Die Grenzkontrollen zu Tschechien werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums nicht erneut verlängert. Das Infektionsgeschehen in dem Nachbarland sei „deutlich gesunken“, hieß es von einem Ministeriumssprecher. Tschechien sei mittlerweile seit zwei Wochen kein Virusvariantengebiet mehr. Daher sollten die Kontrollen zum Mittwoch auslaufen.


13:51 Uhr

Israel will Geimpften Einreise gestatten

Ab dem 23. Mai können Reisegruppen voraussichtlich wieder nach Israel reisen. Voraussetzung ist aber ein Impfnachweis sowie ein negativer Corona-Test, teilten die israelischen Gesundheits- und Tourismusbehörde mit.

Das Land hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich.


13:45 Uhr

Auch in Irland soll AstraZeneca nur noch Älteren verabreicht werden

In Irland sollen nur noch Menschen über 60 Jahren den Impfstoff von AstraZeneca erhalten. Die entsprechende Empfehlung hatte gestern die zuständige Impfkommission des Landes ausgesprochen. Heute wurden deswegen Tausende Impftermine abgesagt, berichtete der Sender RTÉ. Notwendige zweite Impfdosen sollen allerdings auch bei jüngeren Menschen verabreicht werden, die schon bei der ersten Impfung das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers erhalten haben.

In einigen Fällen waren bei Personen, die den Impfstoff gespritzt bekommen hatten, gefährliche Thrombosen aufgetreten. Ein Zusammenhang mit der Impfung ist aber noch nicht nachgewiesen.


13:40 Uhr

Berliner Senat beschließt mehr Freiheiten für Geimpfte

Wer gegen das Coronavirus geimpft ist, hat in Berlin künftig dieselben Möglichkeiten wie Personen, die einen negativen Test vorweisen können. Dazu zählen etwa Besuche in Museen. Die Freiheiten sollen 15 Tage nach der Zweitimpfung gelten.


13:34 Uhr

Johnson & Johnson-Vakzin: US-Behörden empfehlen Impfstopp

Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel sowie die US-Gesundheitsbehörde CDC raten dazu, die Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Johnson & Johnson vorerst zu stoppen.

In den USA traten nach Angaben der „New York Times“ bei sechs Frauen, die zuvor mit dem Wirkstoff geimpft worden waren, gesundheitliche Probleme auf. Dazu zählten auch Blutgerinnsel. Die betroffenen Frauen seien zwischen 18 und 48 Jahren alt. Eine von ihnen starb infolge der möglichen Nebenwirkungen. Eine andere Frau befinde sich in einem kritischen Zustand und werde in einer Klinik behandelt.

Noch ist aber nicht nachgewiesen, dass zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln ein Zusammenhang besteht. Den Behörden zufolge haben in den USA bisher etwa sieben Millionen Menschen das Mittel von Johnson & Johnson erhalten.

Auch nach Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca hatten sich in mehreren Fällen Blutgerinnsel gebildet. Auch hier ist ein Zusammenhang nicht belegt. Mehrere Länder hatten zunächst die Impfungen eingestellt und später die Altersgruppen eingeschränkt, die das Vakzin weiterhin erhalten sollen.


13:15 Uhr

Umfrage: 39 Prozent der Deutschen wollen 2021 noch verreisen

Einer Online-Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge planen 39 Prozent der Deutschen in diesem Jahr noch eine Reise. Die Mehrheit der Reisewilligen bevorzugt dabei Ziele innerhalb Deutschlands, während 18 Prozent innerhalb der EU verreisen wollen.

28 Prozent der Befragten wollen noch abwarten, ob eine Reise möglich ist. Gründe, die gegen das Verreisen sprechen, seien aus ihrer Sicht die Quarantänepflicht nach der Rückkehr oder mögliche Stornierungskosten. Die Mehrheit derjenigen, die derzeit noch zögern, würde sich aber für eine Reise entscheiden, wenn sie selbst oder der Großteil der deutschen Bevölkerung gegen das Virus geimpft wurden.

In der Umfrage gaben 13 Prozent der Teilnehmer an, in diesem Jahr gar nicht verreisen zu wollen. An der Befragung nahmen 2000 Personen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren teil.


13:05 Uhr

Kabinett stimmt zusätzlichen Kinderkrankentagen zu

Die Kinderkrankentage für das laufende Jahr werden nochmals erhöht. Das Bundeskabinett stimmte einem entsprechenden Entwurf zu.

Damit hat jedes Elternteil künftig pro Kind auf 30 Krankentage Anspruch. Bereits im Januar hatte das Bundeskabinett die Zahl der Tage von zehn auf 20 Tage verdoppelt. Alleinerziehende können nun 60 Kinderkrankentage beantragen. Ihr Anspruch war im Januar ebenfalls verdoppelt worden – von 20 auf 40 Tage.


12:56 Uhr

Neue Studien zu britischer Mutation

Die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Corona-Mutation könnte doch nicht häufiger zum Tod führen als der ursprünglich entdeckte Erregerstamm. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher in zwei separaten Studien, die in den Fachmagazinen „The Lancet Infectious Diseases“ und „The Lancet Public Health“ veröffentlicht wurden. Allerdings schreiben sie der Mutation zu, dass sie ansteckender ist.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht die Aussage der Studien jedoch als noch nicht ausreichend belegt an. Die „höhere Viruslast“ gehen typischerweise auch mit schweren Erkrankungen und Sterblichkeit einher.


12:45 Uhr

Bundesnotbremse laut Merkel „überfällig“

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nochmals den Ernst der Lage betont. Die beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes und damit die Zustimmung zu einer bundesweit einheitlichen Notbremse war aus ihrer Sicht „überfällig“ und ein „ebenso wichtiger wie auch dringender Beschluss darüber, wie es in der Corona-Pandemie weitergehen soll“.

Mit Blick auf die Corona–Impfungen zeigte Merkel sich aber auch optimistischer. Die Kampagne laufe „Tag für Tag besser“. Damit „gehen wir dem Licht am Ende des Tunnels mit immer größeren Schritten entgegen“, so die CDU-Politikerin.


12:39 Uhr

Ramadan zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen

Seit heute begehen Muslime den Fastenmonat Ramadan. Weltweit haben mehrere Länder Auflagen für Gläubige verhängt, beispielsweise Ausgangssperren oder Beschränkungen, wie viele Muslime an Gebeten in Moscheen teilnehmen dürfen.

Das Fasten im Ramadan zählt als eine der fünf Säulen des Islam zu den Grundpflichten der Gläubigen. Während des Fastenmonats dürfen sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht essen oder trinken, nicht rauchen und keinen Geschlechtsverkehr haben.


12:32 Uhr

Durchschnittlich weniger Sterbefälle im März als in Vorjahren

Im Vergleich zu den Vorjahren sind im März weniger Menschen in Deutschland gestorben, wie das Statistische Bundesamt mittelte. Im vergangenen Monat starben demnach bundesweit 81.359 Menschen. Das waren 9714 Fälle weniger als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020.

Die Behörde führt als einen Grund die deutlich mildere Grippewelle an. Normalerweise hängen Atemwegserkrankungen mit einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang zusammen. Insbesondere 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich angestiegen. Doch durch die Corona-Maßnahmen verringerten sich die Grippe-Fälle. Im vergangenen Jahr lagen sie auf einem seit Beginn der Statistik nie erreichten niedrigen Niveau.


11:58 Uhr

Hunderte Polizisten begleiten Gesetzesänderung

Mit einem großen Aufgebot hat die Berliner Polizei die Entscheidung des Bundeskabinetts zu einer Änderung des Corona-Infektionsschutzgesetzes begleitet. Teile des Regierungsviertels rund um das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt waren am Vormittag von Hundertschaften der Polizei abgesperrt worden. Etwa 250 Demonstranten protestierten nahe dem Kanzleramt gegen die Corona-Einschränkungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Demonstranten hätten zum großen Teil keine Corona-Schutzmasken getragen und auch die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten. Weitere Verstöße waren zunächst nicht bekannt.


11:55 Uhr

Allen über 50-jährigen Briten Impf-Angebot gemacht

In Großbritannien haben alle Personen, die älter als 50 Jahre sind, ein Impf-Angebot erhalten. Allen Menschen in den Impf-Kategorien eins bis neun sei inzwischen die Offerte für eine Erstimpfung gemacht worden, teilte die Regierung mit. Darin seien auch die Über-50-Jährigen enthalten. Man gehe zudem davon aus, bis Ende Juli allen Erwachsenen ein Angebot gemacht zu haben. Großbritannien gehört zu den Ländern, in denen die Impfkampagne weltweit am schnellsten vorkommt.


11:46 Uhr

Dobrindt bei Infektionsschutzgesetz für frühere Schulschließungen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt kritisiert, dass im Entwurf des Infektionsschutzgesetzes Schulschließungen erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 vorgesehen sind. „Ich hätte mir gewünscht, dass bei Schulen deutlich früher eine Entscheidung fällt, die Schulen geschlossen zu halten“, sagte Dobrindt. Denn es gebe ein „erhebliches Infektionsgeschehen“ innerhalb der Schulen.


11:39 Uhr

Höhere Mobilität an Ostern als im Jahr zuvor

Die Menschen in Deutschland sind zum diesjährigen Osterfest mehr unterwegs gewesen als an den Osterfeiertagen im vergangenen Jahr. Das zeigt eine Sonderauswertung von Mobilitätsdaten durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Mobilität war demnach von Karfreitag bis Ostermontag in diesem Jahr „durchgängig höher“ als an den Ostertagen 2020. Verglichen wurde die Mobilität an Ostern jeweils zum Vor-Corona-Jahr 2019.

Danach wurden am diesjährigen Osterwochenende, also am Karsamstag und am Ostersonntag, nur 14 Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet. An Ostern 2020 war noch eine um 28 Prozent niedrigere Mobilität als 2019 registriert worden. Am Karfreitag war die Mobilität um ein Fünftel (20 Prozent) geringer als 2019 – im vergangenen Jahr hatte es 34 Prozent weniger Bewegungen gegeben. Am Ostermontag wurde ein Drittel (33 Prozent) weniger Mobilität als 2019 registriert, 2020 waren es 43 Prozent weniger gewesen.

Allerdings lag die Mobilität im Frühjahr 2020 während der ersten Corona-Welle und des ersten Lockdowns generell niedriger als in diesem Jahr. Die nach Reisedistanzen aufgeschlüsselten Mobilitätsdaten zeigten aber auch, dass die Menschen zu Ostern in diesem Jahr überdurchschnittlich häufig auf längere Reisen verzichteten. Insgesamt gab es nur halb so viele Reisen über hundert Kilometer als zu Ostern 2019. Für die Auswertung nutzten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten.


11:33 Uhr

WHO rät zum Stopp vom Verkauf von Wildtieren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, keine in freier Wildbahn gefangenen Tiere mehr zum Verkauf auf Lebensmittelmärkten anzubieten. Tiere seien „der Ursprung von mehr als 70 Prozent aller auftretenden Infektionskrankheiten bei Menschen, von denen viele durch neuartige Viren ausgelöst werden.“

Als Träger des Coronavirus wird die Fledermaus vermutet. Der erstmalig im chinesischen Wuhan nachgewiesene Erreger wurde dann wohl über Lebensmittel oder Arzneien auf chinesischen Märkten auf den Menschen übertragen.


11:19 Uhr

Göring-Eckardt zweifelt an Rechtmäßigkeit von Ausgangssperren

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hält Ausgangssperren für verfassungsrechtlich nicht haltbar. Sie könnten nur das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere nicht wirke, sagt sie im „Phoenix“-Interview.

Nächtliche Ausgangssperren sind eine Maßnahme, die im Rahmen der Bundesnotbremse vorgesehen sind. Die soll in Kraft treten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region den Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche überschreitet.


11:15 Uhr

Verpflichtende Testangebote in Unternehmen beschlossen

Betriebe müssen ihren Mitarbeitern künftig Corona-Tests anbieten. das Bundeskabinett stimmte entsprechenden Plänen des Bundesarbeitsministeriums zu. Die Beschäftigten stehen aber nicht in der Pflicht, sich auch testen zu lassen.

Jeden Angestellten soll mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit geboten werden, sich selbst zu testen oder einen Test vom Betriebsarzt oder geschultem Personal durchführen zu lassen. Arbeitnehmern, die in ihrem Job viel Kontakt zu Kunden oder Kollegen haben, soll zweimal pro Woche ein Test angeboten werden.


11:11 Uhr

Wirtschaftsinstitut rechnet mit 650 Milliarden Euro an Corona-Schulden

In einer eigenen Studie stellt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft die Prognose auf, dass Bund, Länder und Kommunen voraussichtlich Schulden in Höhe von 650 Milliarden Euro im Kampf gegen die Corona-Pandemie anhäufen werden.

„Die Corona-Pandemie war und ist die größte Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderung der Nachkriegszeit“, sagte IW-Direktor Michael Hüther in einem vorab veröffentlichten Redemanuskript. Noch nie seit 1945 habe der Staat so viel Geld in so kurzer Zeit für ein Ziel ausgegeben wie in der Corona-Krise.

Hüther warnte davor, beim Abbau der Schulden ein zu hohes Tempo anzuschlagen, sondern der öffentlichen Hand lieber Spielräume für notwendige Investitionen zu lassen, etwa in Infrastruktur. „Statt wie vom Bund geplant in 20 Jahren sollten die Schulden in 40 Jahren zurückbezahlt werden“, so Hüther.


11:03 Uhr

Mehr als 13,5 Millionen Menschen bundesweit geimpft

In Deutschland haben nach Angaben der Bundesregierung 13.567.817 Menschen mindestens die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Gestern wurden demnach 399.891 Dosen verabreicht. Die Zahl der Einwohner, die bereits vollständig mit zwei Dosen geimpft wurden, liegt derzeit mit 5.117.056 Menschen bei 6,2 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung.


10:41 Uhr

Australien will auf Impfstoff von Johnson & Johnson verzichten

Die australische Regierung sieht davon ab, Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson zu kaufen. Das teilte der Gesundheitsminister des Landes, Greg Hunt, mit. Das Vakzin des US-Konzerns ähnele dem Mittel von AstraZeneca, von dem Australien bereits 53,8 Millionen Dosen geordert habe.

Australien hängt hinter seiner Zeitplanung beim Impfen hinterher: Bis Ende März hätten bereits vier Millionen Dosen verimpft werden sollen. Stattdessen sind es bislang nur etwa 1,2 Millionen.

Wie andere Länder auch hatte Australien die Zulassung von AstraZeneca vorübergehend eingeschränkt, nachdem bei geimpften Personen Blutgerinnsel aufgetreten waren. Einwohner unter 50 Jahren sollen das Vakzin nicht mehr erhalten, sondern mit dem Wirkstoff von BioNTech und Pfizer geimpft werden. Die Bestellungen für diesen Impfstoff wurden laut Hunt auf 40 Millionen Dosen verdoppelt.


10:29 Uhr

Mehr als 69.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA haben die Behörden binnen 24 Stunden 69.486 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das ging aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Zudem bezifferten die Behörden die Zahl der Todesopfer infolge einer Corona-Infektion binnen eines Tages mit 463.

Die USA verzeichnen weltweit die meisten Corona-Fälle und -Toten. Seit dem Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten steckten sich laut Johns-Hopkins-Universität mehr als 31.268.100 Einwohner mit dem Virus an. Insgesamt kamen mehr als 562.500 Menschen in den USA in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ums Leben.


10:23 Uhr

Erfolgreicher Impf-Test in Dänemark

Dänemark bereitet sich darauf vor, die Impfungen gegen das Coronavirus zu beschleunigen, sobald mehr Wirkstoff zur Verfügung steht. Gestern wurde dafür ein Testlauf veranstaltet: In den landesweit mehr als 60 Impfzentren sollten an einem Tag mehr als 100.000 Dänen geimpft werden. Der Test glückte: Am Ende wurden binnen 24 Stunden 104.824 Impfungen registriert.


10:19 Uhr

Bundeskabinett ebnet Weg für einheitliche Notbremse

Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit ist der gesetzliche Rahmen geschaffen, um die geplante bundesweit geltende Notbremse umzusetzen.


10:14 Uhr

Plattform soll Überwachung von Mutationen erleichtern

Wissenschaftler haben die gemeinsame Plattform CovRadar entwickelt, die eine bessere Kontrolle über die Ausbreitung von Corona-Mutationen und über mögliche neue Varianten des Erregers ermöglichen soll. An der Plattform sind das Robert Koch-Institut, das Hasso-Plattner-Institut, das Europäische Virus-Bioinformatik-Institut und die Medizinische Hochschule Hannover beteiligt.

10:05 Uhr

Eckernförde will Öffnungsschritte testen

In Schleswig-Holstein wurde Eckernförde als Modellregion ausgewählt. Hier soll ab der kommenden Woche getestet werden, ob und wie Lockerungen mittels Teststrategie möglich sind.


09:47 Uhr

Massive Umsatzeinbußen für Messebranche

Im vergangenen Jahr wurden Messen oder Kongresse wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder konnten nur digital stattfinden. Das sorgte bei den Betrieben, welche die Veranstaltungen ausrichten, für herbe Umsatzverluste, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zu 2019 brachen die Einnahmen in der Branche im vergangenen Jahr um 56 Prozent ein.

Der Wirtschaftszweig umfasste nach Daten der Behörde im Jahr 2018 rund 7100 Unternehmen, die mit mehr als 48.000 Angestellten einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro erwirtschafteten.


09:36 Uhr

Impfangebot für alle Briten über 50 Jahre

Der britische Premierminister Boris Johnson spricht von einem „Meilenstein“ im Impfprogramm des Landes: Allen Einwohnern, die älter als 50 Jahre sind, konnte demnach bereits eine Corona-Impfung angeboten werden. Nun sollten schon bald Einwohner unter 50 Jahren geimpft werden.

Insgesamt haben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten – und damit mehr als die Hälfte der Erwachsenen. Gut 7,5 Millionen Briten haben wurde bereits die für den kompletten Schutz notwendige zweite Dosis gespritzt.


09:13 Uhr

Lindner hält Testangebotspflicht für entbehrlich

FDP-Chef Christian Lindner hat der geplanten Testangebotspflicht für Unternehmen im ARD-Morgenmagazin nur eine geringe Bedeutung beigemessen: „Ich glaube, dass die Testpflicht eigentlich entbehrlich ist, weil jeder verantwortungsbewusste Arbeitgeber macht das schon.“

Das Testen in Betrieben hänge weniger am Willen der Arbeitgeber, sondern eher an Fehlern der Bundesregierung, so Lindner. Die habe „bei der Organisation der Schnelltests, bei den Rechtsgrundlagen und bei der Beschaffung gepatzt“.


09:05 Uhr

Bericht: Indien lässt Sputnik V zu

Die indische Arzneimittelbehörde hat eine Notfallzulassung für den russischen Impfstoff Sputnik V erteilt, wie die Zeitung „Indian Express“ berichtet. Es ist der dritte Impfstoff, der in Indien zugelassen wird – nach AstraZeneca und dem im eigenen Land hergestellten Vakzin der Firma Bharat Biotech.

Indien will dem Bericht zufolge jährlich 850 Millionen Impfdosen von Sputnik V produzieren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in dem Land bislang fast 110 Millionen Corona-Impfungen verabreicht.


09:01 Uhr

Datenschutzbeauftragte sieht Mängel bei Luca-App

Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel sieht bei der Luca-App noch Lücken. Mit dem Dienst soll die digitale Kontaktnachverfolgung in Handel, Gastronomie und Kultur ermöglicht werden.

In ihrer Kritik stimmt Thiel mit der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden von Bund und Ländern überein. Sie fordern eine dezentrale Speicherung der Kontaktdaten. Bislang sollen die Daten im Luca-System gespeichert werden.

„Die digitale Verarbeitung von Kontaktdaten kann im Vergleich zu Papierformularen grundsätzlich einen besseren Schutz vor unbefugter Kenntnisnahme und Missbrauch gewährleisten“, sagte Thiel der „Osnabrücker Zeitung“. „Dafür ist aber eine entsprechende technische Ausgestaltung der digitalen Anwendungen nötig. Zu Luca sind in diesem Zusammenhang noch Fragen offen.“


08:46 Uhr

Israel will weitgehend in den Regelunterricht zurückkehren

Die israelische Regierung hat beschlossen, dass ab kommenden Sonntag in Schulen wieder in normaler Klassenstärke unterrichtet werden soll. Bislang waren die Schulen geschlossen oder es wurden nur kleine Gruppen an Kindern und Jugendlichen unterrichtet.

Die Schulöffnung folgt auf eine Reihe von Lockerungen, die vor allem auf den Erfolg der Impfkampagne in Israel zurückzuführen sind. Das Land mit fast neun Millionen Einwohnern steht kurz davor, dass fünf Millionen Menschen die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten.


08:42 Uhr

Tourismussektor weiter tief in der Krise

Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Pensionen oder Campingplätze bekommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin heftig zu spüren. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge brachen im Februar die Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent ein.

Von den rund 51.000 von der Statistik umfassten Betrieben waren im Februar demnach nur etwa 29.300 überhaupt geöffnet. Diese zählten 7,2 Millionen Übernachtungen.

Im vergangenen Jahr war die Zahl an gebuchten Übernachtungen in Gasthäusern & Co. auf den tiefsten Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse für die Branche im Jahr 1992 gesunken: Die Statistik weist für das vergangene Jahr rund 302 Millionen Übernachtungen auf – ein Minus von 39 Prozent gegenüber 2019.


08:32 Uhr

DGB-Chef sieht in Testangebotspflicht den richtigen Schritt

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, unterstützt die von Arbeitsminister Hubertus Heil angestrebte Testangebotspflicht in Betrieben. „Das geht in die richtige Richtung. Es ist an der Zeit, dass die Arbeitgeber ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen“, sagte Hoffmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Gleichzeitig äußerte er Verständnis für die Sorge einiger Unternehmen, die durch die Corona-Krise wirtschaftlich bereits angeschlagen sind, nun auch noch die Kosten für die Corona-Tests schultern zu müssen. Doch Hoffmann betonte:

Auf der anderen Seite: Große Teile der Wirtschaft laufen nach wie vor, insbesondere in der Industrie. Da werden gute Gewinne gemacht. Und dann soll der Gesundheitsschutz der Beschäftigten auf einmal ein bürokratisches Hemmnis darstellen? Das geht meiner Meinung nach gar nicht. Hier müssen die Arbeitgeber ihre Verantwortung übernehmen.


08:22 Uhr

England will ab heute auch mit Moderna impfen

Ab heute soll nach Angaben des britischen Gesundheitsdienstes NHS in England auch mit dem Wirkstoff des Herstellers Moderna geimpft werden. Er soll vorerst in 20 großen Impfzentren verabreicht werden. In Großbritannien hatte in der vergangenen Woche Wales erstmals das Vakzin eingesetzt.


08:17 Uhr

Scholz: Keine Erstattung für Betriebe bei Testangebotspflicht

Sollte das Bundeskabinett den Plänen des Bundesarbeitsministeriums heute zustimmen, müssen Unternehmen ihren Beschäftigten künftig Corona-Tests anbieten. Für die damit verbundenen Kosten können sie aber keine finanzielle Erstattung erwarten. das sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Deutschlandfunk.

Scholz zufolge sollen die Firmen auch verpflichtet werden, nachzuweisen, dass sie die Tests für ihre Angestellten zur Verfügung stellen. Die Angebotspflicht ist nicht nur für Betriebe der privaten Wirtschaft, sondern auch für öffentliche Arbeitgeber vorgesehen.


08:12 Uhr

Ins neue Jahr unter Pandemie-Bedingungen

In Thailand beginnt heute das Neujahrsfest, allerdings auch unter strengen Corona-Auflagen. In dem Land steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Die Gesundheitsbehörden meldeten allein in den vergangenen 24 Stunden 965 Neuinfektionen.


08:06 Uhr

Grüne pochen weiter auf Nachbesserung bei Bundesnotbremse

Die Grünen wollen der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes zustimmen, sodass die geplante Bundesnotbremse umgesetzt werden könnte. Allerdings knüpft die Partei ihr Ja nach wie vor an Bedingungen, wie Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im Inforadio vom rbb betonte: „Wir können nicht eine Einschränkung nach der anderen im privaten Bereich machen und in der Arbeitswelt treffen sich alle und können sich dort auch nach wie vor anstecken.“

Die Grünen fordern demnach verpflichtende Tests, „überall da, wo man tatsächlich präsent arbeiten muss“ und eine bessere Kontrolle, dass Angestellte im Homeoffice arbeiten, wenn das möglich ist. Auch bei den Kontaktbeschränkungen sieht Göring-Eckardt Verbesserungsbedarf: „Man kann ja heute jeden Tag eine Person treffen und hat dann am Ende sieben oder acht getroffen; das ist natürlich absurd.“


07:29 Uhr

Heil: „Wir müssen flächendeckend in Unternehmen testen“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat im ARD-Morgenmagazin nochmals die Bedeutung von regelmäßigen Corona-Tests in Betrieben hervorgehoben. „Wir sind in der dritten Welle“, betonte Heil und die Infektionszahlen seien „besorgniserregend“. Im Kampf gegen die Pandemie müsse „auch die Arbeitswelt ihren Beitrag leisten“. Das Bundeskabinett soll heute über die Testangebotspflicht in Firmen abstimmen.

In 60 Prozent der Unternehmen würden bereits Tests für Beschäftigte angeboten. „Doch das reicht nicht“, so Heil, „wir müssen das flächendeckend machen“. Mitarbeitern soll einmal pro Woche ein Test angeboten werden. Beschäftigte mit starkem Kontakt zu Kunden sollen sich zweimal in der Woche testen lassen können. „Das ist Aufwand, aber das ist nicht unverhältnismäßig“, sagte Heil.

Umfragen hätten zudem gezeigt, dass 84 Prozent unter Arbeitnehmern eine die Pflicht für Konzerne, Tests anzubieten, befürworten würden und auch bereit seien, diese Tests anzunehmen. Für Angestellte besteht den Plänen des Arbeitsministeriums zufolge aber keine Verpflichtung, sich selbst zu testen oder sich von Betriebsärzten testen zu lassen.


07:03 Uhr

Betriebsärzte kritisieren generelle Testpflicht in Betrieben

Nach Willen der Großen Koalition sollen Unternehmen bundesweit ihren Angestellten regelmäßige Corona-Tests anbieten müssen. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte fordert dabei aber eine Verpflichtung mit Augenmaß, statt einer generellen Anweisung. Die Tests müssten „stärker auf Bereiche und Abteilungen“ konzentriert werden, „in denen die Gefährdung durch viele persönliche Kontakte besonders hoch ist“, forderte Verbandspräsident Wolfgang Panter in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Beispiel: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Supermarktkasse. „Wer hingegen in einem Stahlwerk in 50 Metern Höhe allein auf einer Bühne arbeitet, hat ein sehr geringes Infektionsrisiko“, so Panter.


06:49 Uhr

CNN: Britische Mutation in der ganzen USA nachgewiesen

Die britische Mutation des Coronavirus hat sich mittlerweile in allen 50 Bundesstaaten der USA ausgebreitet, wie CNN unter Berufung auf Angaben von Medizinern berichtet. Auffallend sei dabei, dass sich immer häufiger jüngere Menschen mit der Variante anstecken.


05:46 Uhr

Intensivmediziner erwarten noch im April mehr als 6000 Patienten

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung Divi, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet – nämlich noch im April. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der „Augsburger Allgemeinen“. „Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten.“ Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5000 Intensivpatienten prognostiziert worden.


05:32 Uhr

RKI registriert 10.810 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor.

Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Nach wie vor könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Am Vortag gab das Institut die Sieben-Tage-Inzidenz mit 136,4 an. Vor einer Woche lag sie bei 123.


05:10 Uhr

Guterres fordert Steuer für Profiteure der Corona-Krise

UN-Generalsekretär António Guterres will die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie auch durch eine Reichensteuer finanzieren. Im Corona-Jahr 2020 habe der Wohlstand der reichsten Menschen der Welt um fünf Billionen Dollar (rund 4,2 Billionen Euro) zugenommen, sagte er. Die Regierungen sollten eine Solidaritäts- oder Reichensteuer für diejenigen in Betracht ziehen, die von der Pandemie profitiert hätten, um extreme Ungleichheiten auszuräumen.


04:27 Uhr

„Bild“: Bald weder Tests noch Quarantäne für vollständig Geimpfte nötig

Bereits vollständig geimpfte Personen sollen einem Medienbericht zufolge künftig nicht mehr zum Corona-Test oder in Quarantäne müssen. Dies gehe aus einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Staatskanzleien der Länder hervor, schreibt die „Bild“ einem Vorabbericht zufolge.

Bund, Länder und Kommunen sollten demnach ihre Verordnungen und Erlasse entsprechend ändern. Die Voraussetzung sei, dass es sich um die in der EU zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson handle. Der Bund empfiehlt den Ländern zudem, die Quarantäne-Pflicht für geimpfte Kontaktpersonen von Infizierten aufzuheben.


04:10 Uhr

Hunderte demonstrieren in Rom gegen Schließung von Restaurants

In Rom haben Hunderte Menschen gegen die seit Wochen andauernde Schließung von Restaurants wegen der Corona-Krise protestiert. Polizisten hielten die Demonstranten auf einem zentralen Platz der italienischen Hauptstadt in Schach, nachdem diese von einem Marsch auf den Regierungssitz abgehalten worden waren. Anhänger der extremen Rechten waren bei den Protesten dabei, einige von ihnen warfen Flaschen und Rauchbomben auf die Polizei.

Ganz Italien war über Ostern im Lockdown, alle Restaurants, Bars und Cafés mussten – außer für den Außer-Haus-Verkauf – schließen. Die nun vorsichtigen Öffnungen in Teilen Italiens umfassen nicht die Restaurants, die voraussichtlich bis Monatsende geschlossen bleiben. Die Proteste von Restaurantbesitzern und anderen Demonstranten in Rom reihten sich nun in eine Serie von Protesten gegen Lockdown-Maßnahmen in Italien ein.


03:52 Uhr

Spahn: Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland

In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der „Welt“ nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. „Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie.“

Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken.



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VeröffentlichtApril 13, 2021 von Thomas in Kategorie "Aktuelle Nachrichten", "Corona-Pandemie

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