Mai 13 2021

Zahlen des RKI: Inzidenzwert nähert sich 100er-Marke

Stand: 13.05.2021 11:34 Uhr

Die Tendenz der vergangenen Wochen setzt sich fort: Auch heute meldet das RKI wieder sinkende Inzidenz- und Neuinfektionswerte. Der Anteil der indischen Mutante ist weiter sehr klein – aber er nimmt zu.

Die Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 129,1). Der Wert sinkt in allen Altersgruppen. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht.

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.419 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 21.953 Neuansteckungen gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt rund 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr Todesfälle als vor einer Woche

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Tote gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.658.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Anteil indischer Variante nimmt zu

Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das RKI einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu von der WHO als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, „aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an“, heißt es in einem RKI-Bericht. An den untersuchten Proben beträgt er demnach deutlich weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent).

Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30.

Die indische Variante zeichnet sich laut RKI durch Mutationen aus, die mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht werden. Erste Daten aus Laborexperimenten deuteten jedoch darauf hin, dass die Wirksamkeit von Impfstoffen „nicht substanziell beeinträchtigt“ sei, heißt es. Zudem gebe es Hinweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit.

Britische Variante weiter klar dominant

Bislang sei keine Abschwächung des hohen Anteils der in Großbritannien entdeckten, deutlich ansteckenderen Variante B.1.1.7 zu beobachten, schreibt das Institut weiter. Diese macht wie schon in den Vorwochen mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben aus.

Die ebenfalls als besorgniserregend eingestuften Varianten B.1.351 (Südafrika) und P.1 (Brasilien) spielen weiter eine untergeordnete Rolle: Laut RKI lag ihr Anteil in den vergangenen Wochen konstant bei bis zu einem Prozent beziehungsweise bei bis zu 0,3 Prozent.

In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der Proben auf Varianten untersucht.



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VeröffentlichtMai 13, 2021 von admin in Kategorie "Covid-19 Aktuell", "Robert Koch Institut

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