Todesursache unklar – Kölner Rechtsmediziner untersuchen drei ungeklärte Todesfälle nach Corona-Impfung

6. Februar 2021 Aus Von mvp-web
15:52:42
Die Verstorbenen litten bereits vor der Injektion mit dem Vakzin unter Vorerkrankungen, noch ist unklar, ob ein Zusammenhang mit der Verabreichung des Serums und dem Ableben der Patienten bestand. Ein Rechtsmediziner fordert jetzt die systematische Obduktion von COViD-19-Todesfällen.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat einige Menschen, die nach der Impfung gegen das Corona-Virus gestorben sind, durch das rechtsmedizinische Institut untersuchen lassen. Behördensprecher Ulrich Bremer bestätigte FOCUS Online, dass Verstorbene obduziert wurden, „um auszuschließen, dass eine strafbare Fehlbehandlung vorliegen könnte“.

Den Recherchen zufolge tauchten allerdings bei der inneren Leichenschau Fragen auf, ob die Todesfälle mit der Impfung zusammenhängen könnten. Professor Markus Rothschild, Direktor der Kölner Rechtsmedizin, berichtete, dass es sich in den drei obduzierten Fällen „um erheblich vorerkrankte Personen handelt“. Zwei von ihnen seien einige Tage nach der Impfung jeweils einer schweren Lungenentzündung erlegen, eine weitere starb an einer Hirnblutung. „Wir haben alle drei Fälle an das für Impfungen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet, die diese Fälle registrieren, sammeln und prüfen werden, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und Todeseintritt gibt.“ Bislang sei dies bei allen drei Verstorbenen noch offen.

Ursachen müssen genau untersucht werden

Zugleich aber warnte der renommierte Rechtsmediziner vor Panikmache. „Die neuen mRNA-Impfstoffe von Biontech & Co sind ganz hervorragend, das ist ein extrem raffiniertes System. Diese Mittel werden uns bei der Bekämpfung der Virus-Pandemie als auch später bei der Krebstherapie enorm helfen.“

Allerdings fehle es noch an ausreichender Erfahrung mit dem Impfstoff an sich und auch mit seinem Mantel. Rothschild spricht von einer Nano-Partikel-Hülle, die aufgelöst werden müsse, damit der Wirkstoff die Zellen zur Bildung von Corona-Antikörpern aktiviert. „Und hier entsteht die große Frage, welche Auswirkungen ziehen die übriggebliebenen Bestandteile der Nano-Partikelhülle im Körper nach sich, wenn diese Reste dann als Abfall herumliegen?“ Sterben Menschen nach der Impfung, müsse man die Ursachen vor diesem Hintergrund genau untersuchen.

Systematische Obduktion von COViD-19-Todesfällen gefordert

Das PEI schließt indes aus, dass Injektionen durch Anti-Corona-Vakzine zum Tod führen können. Bislang seien bei rund 1,7 Millionen Immunisierungen 69 Todesfälle gemeldet worden, betonte Institutschef Klaus Cichutek Ende Januar. „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie von der Impfung verursacht wurden“, ergänzte der Wissenschaftler. Häufig hätten diese Personen unter Grunderkrankungen gelitten. „Es ist plausibel, dass diese Grunderkrankungen zum Versterben geführt haben.“ Die Toten seien im Alter zwischen 56 und 100 Jahren gewesen.

Erst 22 allergische Reaktionen sind demzufolge nach Verabreichung des Anti-Corona-Serums gemeldet worden. Allesamt klangen diese Krankheitssymptome allerdings wieder ab. „Es ist nicht ganz klar, worauf diese zurückgehen“, bekannte Cichutek. Nach den Erfahrungen in klinischen Tests sei aber bereits in sehr seltenen Fällen damit zu rechnen gewesen. Deshalb sorge man in vielen Impfzentren mittels ärztlicher Notfallversorgung vor. Allergische Reaktionen seien dort „sehr, sehr selten und die Betroffenen erholen sich davon.“ Entwarnungen gebe es auch bei Gesichtslähmungen als Impfreaktion. Auch dies Vorkommnisse seien sehr selten und bildeten sich wieder zurück, berichtete der PEI-Präsident.Der Kölner Rechtsmediziner Rothschild plädiert dennoch für eine systematische Obduktion von COViD-19-Todesfällen. „Die gibt es bislang nicht, auch nicht von Todesfällen, die in näherem zeitlichem Zusammenhang einer Corona-Impfung verstorben sind“.